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Musik soll Menschen verbinden

9. afrikanisches Kulturfestival Musik soll Menschen verbinden

Rund 300 Besucher zählte das von der „Freien evangelischen Gemeinde“ 
 organisierte Fest „Africa greets Marburg“. Musik und Tanz standen im Mittelpunkt.

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Sängerin Joycelin Mensah und Gitarrist Kwabena Yeboah traten bei dem Festival auf.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Für Thomas Zels, Pastor der „Freien evangelischen Gemeinde“ (FeG) Marburg, war das Festival nicht einfach nur eine Party. „Jeder Mensch profitiert davon, andere Menschen kennenzulernen. Dabei geht es vor allem auch ums Lernen voneinander, damit jeder seinen Horizont erweitern kann“, sagte er und fügte hinzu: „Die vielleicht beste Möglichkeit zur Begegnung ist Musik und Tanz.“

Er hatte recht. Auf der Tanzfläche des Bürgerhauses Marbach tummelten sich dunkel- und hellhäutige Menschen, Groß und Klein, Alt und Jung und ließen es krachen. Die Bands „Rising Fire“ und „Sir Mystic & African Best“, deren Mitglieder vorrangig aus Sambia beziehungsweise Ghana stammen, sorgten für peppige Sounds. In der Musik der Bands begegneten sich verschiedene Klänge wie Afro-Beats, Reggae und Funk.

Vor allem „Sir Mystic“ alias Kwabena Yeboah sowie seine Gesangspartnerin Joycelin Mensah gaben sich stimmgewaltig und farbenfroh bei ihrer Kleiderwahl. Apropos Kleider: Ein Blickfänger war auch die Modenschau, bei der sich afrikanische Schönheiten in traditionellen Gewändern präsentierten.

Spontaner „Crashkurs“ im Trommeln

„Wir wollen mit diesem Fest eine Plattform für interkulturellen Dialog und Begegnung bieten“, meinte Steffen Hahn, ehrenamtlicher Diakon. Er erinnerte sich an das Fest im letzten Jahr. Eine Gruppe geistig behinderter Besucher sei von Afrikanern und Deutschen zum Tanzen animiert worden. „Das war großartig“, sagte Hahn. Gott habe Menschen zur Begegnung geschaffen.

Mit von der Partie war auch das Duisburger Akrobatik-Trio „African Showtime Dancers & Acrobat“. Die drei Jungs legten Flickflacks und Salti aufs Laminat, dass einem schwindelig wurde – Gütesiegel „halsbrecherisch“.

Wenn es um Afrika geht, darf natürlich der Marburger Laden „Tam Tam“ nicht fehlen. Inhaber Peter Buschka zeigte unter anderem Kunsthandwerk aus Burkina Faso sowie Djembén, afrikanische Trommeln, die man nicht nur anschauen und anfassen konnte.

Während im Konzertsaal wild getanzt wurde, fand sich spontan eine sechsköpfige Gruppe zusammen, die gemeinsam einen „Crashkurs“ im Trommeln absolvierte. Deutsche, Afrikaner, Perser saßen zusammen und trommelten, was das Zeug hielt. Einzig die afrikanischen und europäischen Kinder, die durch das Bürgerhaus wuselten und miteinander spielten, übertönten die Trommler gelegentlich.

von Benjamin Kaiser

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