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200 Stunden Musik an drei Tagen

Ein Streifzug durch Marburg 200 Stunden Musik an drei Tagen

Musik auf Schritt und Tritt. Die ganze Marburger Innenstadt ist bei „3TM“ eine große Bühne mit vielen interessanten Künstlern.

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Beste Stimmung verbreitete Sixpash bereits am Freitagabend auf dem Marktplatz.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Buntes Treiben in der Marburger Oberstadt. Allmählich füllt sich der Platz vor der Bühne auf dem Marktplatz. Zwei Musiker stimmen ein letztes Mal ihre Instrumente, ein kurzer Soundcheck und schon füllt sich der Raum mit den Rock-’n’-Roll-Klängen der golden Fünfziger Jahren. Die Musiker der Band Jost’n’Wächter schaffen es mit Gitarre und Kontrabass sowie mit ihrer Kombination aus Blues, Jazz, Boogie und Rock ’n’ Roll, der Bühne die Atmosphäre eines typischen Südstaatenklubs zu verleihen. Die Zuschauer jubeln und applaudieren. Es ist wieder Stadtfest in Marburg.

Bei 3 Tage Marburg findet in der ganzen Stadt verteilt auf mehreren Bühnen ein abwechslungsreiches Programm für die Zuschauer statt. Mit insgesamt über 200 Stunden Musik ist für jeden Besucher mindestens ein Konzert dabei, das nach seinem Geschmack ist. Anderer Ort, ein wenig später. Nach einem anstrengenden Fußmarsch bis hoch zum Schloss dringen leise die Klänge von melodischem Pop an die Ohren der Besucher.

Ab geht die Party und die Party geht ab: Vor den Konzertbühnen wurde die Stimmung auf dem Volksfest "3 Tage Marburg" besser, je später die Abende wurden. Tagsüber hemmten die Temperaturen das Temperament.

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Wühlt man sich durch die Menschenmenge, vorbei an den unterschiedlichen Verkaufsständen, und folgt der Musik, steht man schließlich vor der Parkbühne im Schlosspark. Franziska Schicketanz und Band spielen Cover bekannter Lieder, aber auch eigene Stücke. Trotz des ganzen Trubels ist es hier viel ruhiger, der Musik angemessen. Die Mehrheit des Publikums sitzt auf Bierbänken und lauscht dem Konzert. Entfernt man sich etwas von der Bühne, hört man gleich die nächste Band und trifft wenige Meter weiter auf ein musikalisches Kontrastprogramm. We4Rosa spielen markanten Rock und lassen auf der Freilichtbühne ordentlich die Verstärker wummern. Spätestens hier wird die angekündigte musikalische Vielfalt deutlich. Neben den großen Bühnen auf dem Marktplatz und im Schlosspark gibt es einige weitere, kleinere Bühnen, auf denen Künstler die Zuschauer unterhalten. Unten am Fuß des Steinwegs spielen Tim McMillan und Rachel Snow eine Mischung aus Gitarren- und Geigenmusik. Sie selbst bezeichnen sich als Saitenakrobaten und beweisen, dass man durch wilde Klopfpassagen auf den Musikkorpussen für ausgelassene Stimmung sorgen kann. Dass Rachel überhaupt Geige spielt, ist laut Bandkollegen Tim nicht ihrer Mutter zu verdanken. Mit einem frechen Grinsen erklärt er, dass sie damals lieber eine rappende Tochter gehabt hätte. Mit diesen und weiteren Scherzen sorgt er für den einen oder anderen Lacher.

Auch auf der Hanno-Drechsler-Bühne kann man den Klängen hochwertiger Gitarrenmusik lauschen. Florian Faber zeigt mit der Unterstützung von Christine Beitat ein melancholisches Wechselspiel, das auf perkussives Fingerstyle-Gitarrenspiel trifft. Nachdem die Musiker ihr letztes Lied gespielt haben und ihnen der tosende Applaus der Zuschauer entgegenkam, verlassen sie die Bühne. Wenig später steht eine neue Band auf der Bühne, stimmt ein letztes Mal die Instrumente, checkt ein letztes Mal den Sound und beginnt zu spielen. Einen ganz anderen Musikstil, aber mindestens genauso gut und mitreißend.

von Felix Busjaeger

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