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Musik, Motoren und Memories

Golden Oldies Musik, Motoren und Memories

Schöne Autos, fetzige Musik und jede Menge Nostalgie. Das war Programm bei den „Golden Oldies“, die gestern Abend in Krofdorf-Gleiberg zu Ende gegangen sind.

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Zu Tausenden schlängelten sich die Besucher durch die Straßen von Krofdorf, wo viele liebevoll erhaltene Oldtimer ausgestellt waren.

Quelle: Stephan Scholz

Krofdorf. Wie gewohnt lockte das Traditionsfestival zehntausende Besucher, die zum Teil authentisch im Stil der Wirtschaftswunderzeit gekleidet waren.

Ein Wermutstropfen: Am Samstag musste das Bühnenprogramm zwischen 13.30 und 20.30 Uhr witterungsbedingt eingestellt werden. Trotzdem wurde ordentlich gefeiert bei der 26.Auflage der Großveranstaltung. „Wir wollen Erinnerungen wecken. Ich glaube, das ist das, was die Veranstaltung auszeichnet“, sagte Thomas Brunner am Freitag bei der Eröffnung. Mit 26 könne man ja gar nicht aufhören, es gehe weiter, mindestens bis zum nächsten richtigen Jubiläum, betonte der Bürgermeister lächelnd vor etwa 50 geladenen Gästen. Einen Augenblick war es noch weitgehend still im Ort bei diesem offiziellen Akt.

Dieser Moment währte aber nicht lange: Wenig später ging es so richtig ab in Krofdorf-Gleiberg. Tausende Menschen stürmten die Hauptstraße und die Nebengassen, in denen wie gewohnt zahlreiche Bühnen zu finden waren. Und es blieb kaum ein Tanzbein ungerührt, als die Bands - 2015 insgesamt über 50 Gruppen - loslegten. Überall tanzende und fröhliche Menschen, natürlich auch auf dem Sorguesplatz, wo sich die Herren von „Revolver“ nicht zweimal bitten ließen und den Beat der Sechziger weckten. Tolle Stimmung, die trotz Wetterkapriolen am Samstag weitgehend erhalten blieb.

Schöne Autos, fetzige Musik und jede Menge Nostalgie. Das war Programm bei den „Golden Oldies“, die am Sonntagabend in Krofdorf-Gleiberg zu Ende gegangen sind.

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Kein Wunder eigentlich, denn schon am frühen Vormittag waren die Bühnen wieder belebt, unter anderem mit den „Rhythm Torpedoes“ aus Marburg, die mitreißende Covers zum Besten gaben - darunter natürlich Musik von Johnny Cash. Die Bühne war nicht groß genug, als sich im Anschluss der „1.Rock’n’Roll-Club Gießen“ die Ehre gab. Vor und auf der Bühne zeigten unterschiedliche Formationen, was sie so drauf haben. Röcke und Krawatten flogen bei diesen gelungenen Darbietungen, für die es reichlich Applaus gab. Besondere Höhepunkte am Samstag: Am Nachmittag gab es wieder die Kinderwagen-Parade mit historischen Wagen. Und beim traditionellen „Wiedersehen mit dem ersten Auto“ waren The Lords zu Gast. Im Gespräch mit Moderator Heiko Grauel erzählte Gitarrist und Sänger Klaus-Peter „Leo“ Lietz von seinem ersten Auto, einem Goggomobil, das vor der Bühne geparkt war. Dann trug sich die Band, die den Fans bereitwillig Autogramme gab, ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Neben Tanz und Musik waren natürlich die Autos der große Clou der Golden Oldies, bei denen 2015 rund 1000 Oldtimer zu sehen waren. Von Cadillac über Pontiac bis Jaguar. Vom VW Käfer über Mercedes bis Dodge. Die Bandbreite der gezeigten und liebevoll erhaltenen Fahrzeuge war riesig, darunter auch 50 Polizeioldtimer des Polizei-Motorsport-Club Marburg. Klar, immer wieder bildeten sich vor den Autos Trauben von Menschen, und der Fotoapparat wurde regelmäßig gezückt, um eine Erinnerung mitzunehmen. Dazu dient auch der große Nostalgie-Markt mit mehr als 100 Ständen in der Mehrzweckhalle und an der Hauptstraße, bei dem es auch Originalwaren aus der so genannten Wirtschaftswunderzeit gab. Neben Möbeln, Schallplatten oder Zeitschriften fanden Interessenten unter anderem Modellautos, Autozubehör und natürlich Petticoats in allen Farben. Kurzum, der Besuch bei den Golden Oldies, bei denen am Sonntag unter anderem der RTL-Petticoatwettbewerb und die Oldtimer-Prämierung auf dem Programm standen, hat sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt.

von Stephan Scholz

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