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Musik-Festival mit internationalem Flair

Auftakt des 20. MaNo-Festivals Musik-Festival mit internationalem Flair

Beim Eröffnungskonzert der jährlichen Konzert
reihe am Donnerstag spielten acht Bands aus Marburgs Partnerstädten vor 170 Zuschauern in der Waggonhalle. Das Festival endet am Samstagabend.

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„The Jackal Nine“ aus Northampton sorgten für gute Stimmung am ersten Festivaltag.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das Musikangebot ist üppig. 93 Bands, davon 85 aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, treten beim dreitägigen MaNo-Festival auf, das von ehrenamtlichen Musikinteressierten aus dem Kreis Marburg organisiert wird. Acht Bands hatten jedoch eine weitere Anreise, um in der Universitätsstadt ihre Musik zum Besten zu geben. Denn sie kamen aus den Partnerstädten Marburgs aus Tunesien, Slowenien, England, Frankreich, Rumänien und Thüringen.

Die meisten Kilometer legte die Band „Musical Perspectives“ aus Sfax, einer tunesischen Küstenstadt, zurück. Die vier Männer, die mit dem Flugzeug kamen, boten dem Publikum eine Mixtur aus verschiedener Folkloremusik aus dem mediterranen Raum.

Dabei waren rhythmische Handtrommelsolos ebenso hochklassig wie das, was der Violinist Firas aus seinem Instrument herausholte. Markenzeichen: blitzschnelle Finger. „Ich habe selber mal Geige gespielt. Das war exzellent, was gerade gespielt wurde. Überhaupt finde ich es schön, zu sehen, was für tolle Bands es in den Partnerstädten gibt“, meinte ein Besucher.

Beim Eröffnungskonzert der jährlichen Konzertreihe am Donnerstag spielten acht Bands aus Marburgs Partnerstädten vor 170 Zuschauern in der Waggonhalle. Das Festival endet am Freitagabend.

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Für das Quartett ist es das erste Mal in Deutschland. „Wir sind vor allem wegen der tollen Erfahrung hier. Aber natürlich wollen wir auch von den anderen Bands lernen und inspirieren lassen“, erklärt Bacem, Gitarrist der Band.

Im Gegensatz zur tunesischen Musikgruppe kam die slowenische Band „Selection“ per Zug nach Deutschland. Sage und schreibe zehn Stunden dauerte die Reise der Musiker aus Maribor, die bei der Eröffnung mal seichten, mal fetzigen Pop-Rock zum Besten gaben.

Für Damjan, Gitarrist der Band, war es nicht der erste Trip nach Marburg: „Ich war schon zwei Mal mit anderen Bands hier und wollte unbedingt wieder dabei sein. Das Festival ist sehr gut organisiert, und es macht Riesenspaß.“ Das Konzert in der Waggonhalle war für das Quintett eine Premiere. „Das war das erste Mal, dass wir in dieser Konstellation auf der Bühne standen. Wir haben uns erst vor rund vier Monaten gegründet“, erklärt die 19-jährige Zala, Sängerin der Band, die auf Englisch und auf Slowenisch sang.

Aus dem englischen Northampton kamen die Bands „An Army of Lights“ und „The Jackal Nine“, die mit Indie Rock und Grunge überzeugten. Auch aus dem französischen Poitiers waren zwei Musikgruppen gekommen: Bei „Br!ndez!ngue“ (Foto: Michael Hoffsteter) trafen harte Drums und Keyboardtöne auf rasante Geigenmusik. Weitaus ohrenbetäubender und markerschütternder mochten es hingegen die Jungs von „Overstrange Mood“, die Heavy Metal ohne Gnade fürs Trommelfell boten.

Dem Applaus des Publikums nach zu urteilen, gefiel jede Band. „Die Musik war gut, und ich finde es toll, dass das Konzert so abwechslungsreich ist“, sagte eine Zuschauerin, die durch ihre Lust am Tanzen aus der Menge herausstach.

Die Tanzwut erfasste allerdings nur sehr wenige Zuschauer. Bei den Metal-Bands waren einzelne Konzertgänger beim „Headbanging“ zu beobachten, und während der Darbietung der französischen Band „Br!ndez!gue“ gaben sich einige Männer und Frauen französischem Volkstanz hin. Spaß schienen jedoch alle gehabt zu haben – das zeigten strahlende Gesichter, so weit das Auge reichte, als der letzte Ton verklungen war. Jede der Bands musste sich kurz fassen. Die Sets beliefen sich allesamt auf rund 20 Minuten.

von Benjamin Kaiser

 
Das Programm am Samstag

Neben den vielen Bands aus dem Landkreis sind auch die Gastbands aus den Partnerstädten am Samstag wieder an 14 Orten über die Stadt verteilt live zu erleben:

- Dicentress (Eisenach): 21 Uhr, Compass

- Selection (Maribor): 21 Uhr, Bremsspur; 24 Uhr, Cavete

- The Noise (Sibiu): 21 Uhr, Trauma; 23 Uhr, Waggonhalle

- Br!ndez!ngue (Poitiers): 22 Uhr, Alte Mensa

- Overstrange Mood (Poitiers): 20 Uhr, KFZ; 23 Uhr, Krokodil

- An Army of Lights (Northampton): 20 Uhr, Szenario; 24 Uhr, Molly Malone‘s

- The Jackal Nine (Northampton): 22 Uhr, Sudhaus

- Musical Perspectives (Sfax): 21 Uhr, TTZ

 
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