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Musical-Wagnis ist geglückt

Marburger Waldorfschule Musical-Wagnis ist geglückt

Manhattan in den 1950ern. Die Sharks und die Jets. Tony und Maria. Mit diesen Stichworten weiß so gut wie jeder 
Bescheid: die „West 
Side Story“.

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Immer wieder Szenenapplaus gab es für die 11. Klasse der Waldorfschule, die den Musical-Klassiker „West Side Story“ auf die große Bühne der Schulaula brachte.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Es ist eine der ­berühmtesten Geschichten der Welt. Eine Übertragung von Shakespeares „Romeo und Julia“ in die Neuzeit. Die 11. Klasse der Freien Waldorfschule hat das Stück jetzt in Marburg auf die Bühne gebracht. Auf Englisch. Mit Gesang und allem drum und dran.

Vor Beginn der Aufführung am Freitag in der Aula der Waldorfschule hatte ­
Regisseur Andreas Zühl, der Klassen- und Englischlehrer der jetzigen Elfer, um Applaus für den Mut gebeten, das zu „wagen“ – wie die Oberhessische Presse in der Vorankündigung ganz richtig geschrieben habe.

In vier Vorstellungen und zwei unterschiedlichen Besetzungen­ präsentierte die ehemalige zehnte Klasse ein komprimiertes und schwungvolles Stück. Die musikalische Leitung hatte Musiklehrer Peter Kramer. Auch ganz ohne Aufforderung gab es nach jeder Szene und Gesangsdarbietung Beifall. Requisiten wurden flugs zur Seite geräumt und von Neuem auf die Bühne gebracht. Und im Hintergrund sorgten Bilder aus dem Beamer für die Kulisse des New York der 1950er-Jahre.

Für die Choreographie zeichnete Sophia Wolf verantwortlich – die vor drei Jahren noch selbst mit ihrer Klasse auf der Bühne der Waldorfschule gestanden hatte, nämlich als Abigail in ­„Arsen und Spitzenhäubchen“. Die Aufführungen der achten und der zwölften Klasse haben inzwischen eine lange Tradition in der Marburger Waldorfschule. Warum nicht zusätzlich die zehnte Klasse mit einem englischen Stück ins Rennen schicken, dachte sich Andreas Zühl. Genau das wurde nun zum dritten Mal in Angriff genommen.

Weil die Aula immer wieder ausgebucht war, kam die zehnte Klasse des vergangenen Schuljahres nun erst mit etwas Verspätung zum Zuge. So konnte­ die Inszenierung auch noch ­etwas „reifen“, erklärte Zühl. Und an letzten Details wurde dann aber Tage beziehungsweise Stunden vor den Aufführungen noch gefeilt. Das Ergebnis konnte sich ebenso sehen wie hören lassen. Tolles Bühnenbild, tolle Kostüme, tolle Darsteller – Wagnis geglückt.

von Nadja Schwarzwäller

 
 
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