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Musical-Klassiker - gespickt mit Hits

My Fair Lady Musical-Klassiker - gespickt mit Hits

Der Theatersommer des Hessischen Landestheaters ist vorüber. Auf Theaterfans wartet aber noch eine große Attraktion: das Musical „My Fair Lady“ bei den Schlossfestspielen Amöneburg. Premiere ist am 15. Juli.

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Manfred Gorr (von links), Christin Deuker und David Gerlach proben auf dem Depro-Gelände in
Gemünden, wo für schlechtes Wetter auch eine Halle bereitsteht.Foto: Uwe Badouin

Amöneburg. Peter Radestock ist zwar ein Bühnenprofi - und doch ist er nervös. Genauer gesagt, seit Wochen nervös. Der Grund heißt „My Fair Lady“. Das Musical ist seit der Uraufführung am 15. März 1956 ein Dauerbrenner auf Bühnen in aller Welt. Ein Hit.

19 Lieder müssen seine Darsteller einstudieren. Wie viele sind davon Hits? „19“, sagt Radestock.

„My Fair Lady“ ist die mittlerweile 15. Open-Air-Produktion des 69-jährigen Regisseurs, der fast 20 Jahre lang als Oberspielleiter am Hessischen Landestheater beschäftigt war. An der Seite von Intendant Ekkehard Dennewitz hat er die Open-AirTradition des Landestheaters belebt und immer wieder neue Spielstätten entdeckt. Er hat in Caldern „Winnetou“ inszeniert, „mit 26 Pferden“, er hat „Die drei Musketiere“ gemacht, das „Phantom der Oper“ und zuletzt im vergangenen Jahr „Der Hauptmann von Köpenick“.

Und jetzt - wieder gemeinsam mit Depro Concert - „My Fair Lady“. Und das macht ihn nervös, ihn, den alten Regie-Fuchs? „Ja“, gibt er zu. „Ich hatte mir eigentlich immer geschworen, nie ein Musical zu machen, weil wir dafür eigentlich die Kapazitäten nicht haben.“ Eigentlich.

Nun doch Musical

Und jetzt setzt er doch eines der populärsten Musicals aller Zeiten in Szene mit 19 Hits, die eigentlich jeder kennt und mitsummen wird wie „Wäre det nich wundascheen“ - so berlinert die Heldin Eliza Doolittle in der deutschen Version.

Radestock hat sein altes Open-Air-Team um sich geschart, um die Produktion zu stemmen, mit Kosten im sechsstelligen Bereich die bislang wohl größte des Gemündener Konzertveranstalters Depro Concert. Auf der Bühne stehen neben 15 Sängerinnen und Sängern aus heimischen Chören acht Solisten, die Marburger Theaterbesucher seit vielen Jahren unter anderem als ehemalige Ensemblemitglieder des Hessischen Landestheaters kennen: Hauptrolle der Eliza Doolittle spielt und singt Christin Deuker. Die Tochter des Depro Chefs Michael Deuker ist ausgebildete Musicalsängerin, spielt unter anderem am Hamburger Ohnsorg-Theater und begeisterte im vergangenen Jahr das Publikum im „Hauptmann von Köpenick“.

Mit dabei sind außerdem Manfred Gorr, David Gerlach, Michael Köckritz, Cathrin Bürger, Jochen Nötzelmann, die Kleindarsteller Andrea Tschirch und Bernd Geiler. Neu im Boot ist die Marburger Alleskönnerin Franziska Knetsch, die mit ihrer Stimme die Besucher der Marburger „Blues Brothers“ am Landestheater zu Begeisterungsstürmen hinriss.

„My Fair Lady“ wird eine aufwändige Produktion mit einer gute 12 Meter breiten Bühne. Die Kostüme kommen überwiegend von den Städtischen Bühnen Frankfurt, aber auch das Hessische Landestheater hilft aus. Die Zuschauer-Tribüne fasst 650 Besucher.

von Uwe Badouin

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Hintergrund

Depro Concert

Das Unternehmen Depro Concert hat seinen Sitz in Gemünden, organisiert unter anderem Konzerte und Tourneen und bespielt das Rhein-Main-Theater in Niedernhausen. Nach dem Intendantenwechsel am Hessischen Landestheater 2010 hat Depro-Chef Michael Deuker die Schlossfestspiele in Rauischholzhausen mit Peter Radestock als künstlerischem Leiter weitergeführt. Nachdem die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Schlosses, der Universität Gießen, scheiterten, finden die Schlossfestspiele 2014 zum zweiten Mal in Amöneburg statt.

My Fair Lady

My Fair Lady ist eines der erfolgreichsten Musicals der Musikgeschichte. Es basiert auf George Bernhard Shaws Roman „Pygmalion“ und erzählt die Geschichte des Blumenmädchens Eliza Doolittle. Professor Higgins will aus der einfachen Verkäuferin mit einem derb-deftigen Straßenslang eine Dame machen.

Aufführungen

Premiere ist am Dienstag, 15. Juli, um 20.30 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 19. Juli (20.30 Uhr), 20. Juli (16 Uhr), 24., 25., 26 Juli (20.30 Uhr), 27. Juli (16 Uhr), 1., 2. August (20.30 Uhr) und am 3. August (16 Uhr). Karten gibt es unter anderem in den OP-Geschäftsstellen im Schlossberg-Center und im Franz-Tuczek-Weg.

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