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Museumsfreunde spenden 46.000 Euro

Uni-Kampagne „Kunst braucht Raum“ Museumsfreunde spenden 46.000 Euro

46.000 Euro übergaben am Mittwoch die „Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte“ an Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. Das Geld ist für die Innen-
Sanierung des Kunst
museums gedacht.

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Scheckübergabe auf der „Baustelle“: Susanne Piringer (Museumsfreunde, von links), Iris Rubinich (Philipps Universität), Horst Piringer, Jürgen Wieprecht (beide Museumsfreunde), Unipräsidentin Professorin Katharina Krause, Dr. Catharina Graepler, Bernd Höhmann (beide Museumsfreunde) und Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck.

Quelle: Christian Stein

Marburg. Seit 1988 unterstützen die Museumsfreunde das Marburger Museum für Kunst und Kulturgeschichte sowohl ideell als auch finanziell.

Heute ist die Hilfe der rund 190 Mitglieder des Vereins nötiger denn je: Das Kunstmuseum im Ernst-von-Hülsen-Haus wird mit großem Aufwand saniert.

Bis dahin muss noch viel Geld gesammelt werden: Rund 3,6 Millionen Euro sollen der barrierefreie Ausbau mit drei Aufzügen, die komplette Erneuerung der Heizungs- und elektrischen Anlagen sowie die Öffnung alter Rundwege durch das Museum kosten. Geld, das die klamme Universität als Eigentümerin aufbringen muss.

Die Uni hofft auf die Unterstützung der Marburger Bürgerschaft. Und die bleibt nicht aus: 502.000 Euro sind nach Angaben von Iris Rubinich vom Fund‑
raising der Philipps-Universität bislang eingegangen. Fast täglich kämen neue Spenden dazu.

Piringer: Wollen 1,5 Millionen sammeln

„Man muss lange zurückschauen, um in Marburg auf eine solche Spendensumme zu kommen“, freute sich Unipräsidentin Katharina Krause. Hintergrund ist die Spendenkampagne „Kunst braucht Raum“. So hat die Universität unter anderem heimische Handwerks- und Bauunternehmen angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Demnächst sollen die knapp 2000 Mitglieder des Universitätsbundes und die knapp 4500 Uni-Angestellten angeschrieben werden.

Ziel ist es, rund 1,5 Millionen Euro an Spenden zu sammeln. Das können Kleinspenden sein, aber auch Großspenden wie die der Museumsfreunde, die ihrem Ziel, die Patenschaft für das Foyer zu übernehmen, mit den 46.000 Euro deutlich näher gerückt sind. Übergeben wurde die Summe am Mittwoch vom Vorsitzenden der Museumsfreunde, Horst Piringer.

„Wir wollen bürgerschaftliches Engagement zeigen, um nach der Innensanierung des Marburger Kunstmuseums vielen Besuchern eine attraktive Begegnung mit der Kunst zu ermöglichen“, erklärte der Vorstand des Vereins. 100.000 Euro sind für die Patenschaft des Foyers fällig, 75.000 Euro hat der Verein inzwischen zusammen. „Die restlichen 25 000 schaffen wir locker“, meint Bernd Höhmann vom Vorstand des Vereins optimistisch.

Wiedereröffnung für 2018 geplant

Patenschaften für Museumsräume werden weiterhin vergeben. Jeder Dritte der insgesamt 27 Räume ist nach Angaben Otterbecks inzwischen an Großspender vergeben, die in den sanierten Räumen besonders hervorgehoben werden sollen. Die Spanne reicht dabei von 12.000 Euro für ein Kabinett bis zu sechsstelligen Summen für die großen, repräsentativen Ausstellungsräume.

Im Frühjahr 2018 will die Philipps-Universität die Wiedereröffnung des Kunstmuseums feiern. Der Umbau ist dann aber noch nicht abgeschlossen – er kann erst nach dem geplanten Auszug von Foto Marburg fortgesetzt werden.

Das Kunstmuseum ist zwar ein großer, aber eben nur einer von vielen Nutzern des Ernst-von-Hülsen-Hauses, das zahlreiche Universitätsinstitute beherbergt. Die Sanierung dieser Bereiche ist ebenfalls geplant. Wie Professorin Krause am Mittwoch betonte, ist dies von der Philipps-Universität aus eigenen Mitteln allerdings nicht zu leisten. Die Kosten werden auf weitere acht Millionen Euro veranschlagt.

von Uwe Badouin

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