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Musentempel öffnet Türen für Party

Faceroom Musentempel öffnet Türen für Party

Ich will ins Museum – so lautet der Slogan für die „Faceroom“- Kampagne des Kunstmuseums. Am Freitag hatte das Museum eine Faceroom-Party organisiert.

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Die Kölner Band „Yellowknife“ spielte im Kunstmuseum, das ab Januar innen saniert wird.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Keine Gemälde an den Wänden, sondern stattdessen der Widerhall von Schlagzeug und Bässen – das Ernst-von-Hülsen-Haus hat sich am Freitag zur Abwechslung einmal in eine Party-Location verwandelt. Das Kunstmuseum der Marburger Philipps-Universität ist zur Zeit eigentlich aufgrund der aktuellen Renovierungsarbeiten geschlossen, hatte aber seine Pforten am Abend der „Marburg b(u)y Night“ für die Faceroom-Party geöffnet.

Faceroom ist der Titel einer Aktion, mit der man Spenden einwerben und vor allem junge Leute ansprechen will. Die Idee: Wer mindestens fünf Euro spendet und ein Foto von sich hochlädt, der wird nach der Wiedereröffnung des Museums 2016 mit diesem Foto Teil einer temporären Installation. Je mehr man spendet, desto häufiger ist man mit seinem Foto vertreten. Am Abend der Party konnte man sich direkt vor Ort fotografieren lassen.

Mehr als 30 Menschen nutzten laut Schaker Hussein, Chef der Marburger Werbeagentur Goldfisch die Gelegenheit, Gesicht zu zeigen und so das Museum zu unterstützen. Ilse Notbohm-Karger und Sigrun Schaal aus Michelbach waren zwei von ihnen. „Ich habe in der OP davon gelesen und finde, es ist eine tolle Sache, auf diese Weise die Kunst zu unterstützen“, erklärte Ilse Notbohm-Karger. Auf einem Bildschirm waren alle bisherigen Spender zu sehen und wer wollte, konnte sein Foto an dem Abend ausgedruckt mit nach Hause nehmen.

Während im Foyer fotografiert und geplaudert wurde (Foto: Schwarzwäller), spielte im großen Ausstellungsraum des Erdgeschosses zunächst die Indie-Rock-Band „Yellowknife“ aus Köln. Deren Sänger Tobias Mösch kennt Marburg aus den Zeiten seines Psychologie-Studiums und kam nun zum Konzert ganz gespannt wieder zurück. Am späteren Abend übernahm dann die „Bassmusik Marburg Crew“. Das DJ-Team lieferte Drum’n’Bass ebenso wie Live-Saxophon und bis in die frühen Morgenstunden durfte in den Räumen getanzt werden, in denen es sonst eher gesetzt zugeht.

„Super, mal was ganz anderes“, befand eine Gruppe junger Partygäste, die zum Konzert der Kölner Indie-Rock-Band Yellowknife gekommen waren. Genau das war auch der Beweggrund für die Verantwortlichen, eine solche Veranstaltung ins Museum zu holen. Man wolle versuchen, Begeisterung für die Räume zu wecken – und darüber dann hoffentlich auch für die Kunst, hatte Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck im Vorfeld der Party erklärt. Und passend zur „Marburg b(u)y Night“ waren sowohl das Museumsgebäude von außen wie auch einige Innenwände farbig illuminiert.

von Nadja Schwarzwäller

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