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Mother Tongue machen die Hölle heiß

Konzert im KFZ Mother Tongue machen die Hölle heiß

Nach 20-jährigem Bestehen tourt das Quartett Mother Tongue aus Kalifornien auf der Best-of-Tour „In the Blood“ durch Deutschland und machte auch in Marburg Halt.

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Frontmann David Gould ließ es krachen und heizte im KFZ 200 Zuschauern mit energetischem Rock mächtig ein.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Es war eine Zeitreise. Die vier Männer aus Kalifornien servierten ihren Fans das Beste aus rund 20 Jahren Bandgeschichte. In dieser langen Zeit – unterbrochen von einigen kreativen Schaffenspausen – hat sich einiges angesammelt. Sechs Alben und zwei Extended Plays (EP).

Lange dauerte es nicht, bis das Quartett ordentlich schwitzte. Allen voran David Gould, Sänger und Bassist, der sich mächtig ins Zeug legte. Ebenfalls eine Freude für Auge und Ohr war Sasha Popovic, der australische Drummer der Band. Im Hintergrund wütete er wie ein Wahnsinniger an seinem Instrument, manchmal mit solcher Wucht, dass die Percussions umfielen.

Der Elan, den das Quartett an einem heißen Tag auf der Bühne des KFZ an den Tag legte, sprang wie ein Funke auf die 200 Zuschauer über. Für Jimmy zum Beispiel waren die Sounds des Quartetts regelrechte Heimatmusik.

Technische Probleme zu Beginn

Denn der 39-Jährige stammt aus dem Raum Los Angeles und hat die Band schon mehrmals live gesehen. „Die sind immer wieder geil ohne Ende. Auch wenn heute der Sound nicht gut war, haben sie sich ordentlich ins Zeug gelegt“, meinte der Mann aus Kalifornien.

Beides stimmt. Mehrmals mussten die Bandmitglieder Rädchen verstellen, Kabel neu einstecken und sich an den Soundmaschinen zu schaffen machen. Leidige Konsequenz war, dass einige Songs nicht einmal ansatzweise ihre volle Wirkung entfalteten. Es dauerte rund eine halbe Stunde, bis die technischen Probleme behoben waren. Doch dann hieß es: Feuer frei.

Als eine Mixtur aus Rock, Blues, Soul und Funk beschreibt die Band ihre Musik. Letzteren beider Genres räumte Mother Tongue jedoch in Marburg eher wenig Raum ein. Dafür gab es energetischen Rock bis zum Abwinken.

Vor allem eines verstanden die Jungs aus dem „Golden State“ brillant: Bei fast jedem Song sind die Verse die Ruhe vor dem Sturm, während sich die Musik wie ein Crescendo aufbaut. Dann kommt die Soundexplosion beim Chorus. Prädikat: laut und markerschütternd.

von Benjamin Kaiser

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