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Morde zum Vier-Gänge-Menü

Krimi-Dinner im Vila Vita-Hotel Rosenpark Morde zum Vier-Gänge-Menü

Bei leckerem Essen versetzen die Schauspieler der Original-Krimi-Dinner-Reihe ihr Publikum in die 60er Jahre. So entsteht ein unterhaltsamer Abend, der jedoch nicht wirklich zum Miträtseln animiert.

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Auf Tätersuche: Chiefinspektor Bourke a.D (Axel Hinz, von links), Lady Ashtonburry (Saskia Leder), Dienstmädchen Ravia (Romina Bursy), Butler William Wallace (Christian Joachim Friedrich) und Allan Campell (Dominik Brünning, verdeckt).

Quelle: Mareike Bader

Marburg. In der inzwischen fünften Episode „Die Jagd vom schwarzen Moor“ der Ashtonbury-Chronik geht es ausnahmsweise nicht auf das Familienschloss Darkwood. Dieses Mal wird zur Schwarzwildjagd auf ein Jagdschloss eingeladen, dessen Besitzer jedoch allen unbekannt ist.

Außerdem soll es dort spuken wie das Dienstmädchen Ravia, gespielt von Romina Bursy, ganz aufgeregt verkündet. Da ist es kaum verwunderlich, dass es nicht lange dauert und der erste Gast ermordet aufgefunden wird.

2002 wurde für Alexandra Stamm Mord zu ihrem Beruf. Für ihre Original-Krimi-Dinner-Shows mischt sie Krimiunterhaltung im Stil der beliebten Edgar-Wallace-Filme mit kulinarischen Genüssen. Das Konzept hat sich bewährt. Inzwischen wurden an gut 200 Spielorten über 10 000 Dinnershows präsentiert mit über einer Million Besuchern. In vier Szenen, denen jeweils eine Speise des Vier-Gänge-Menüs folgt, wird die Geschichte erzählt.

Mit dabei sind neben Romina Bursy die Schauspieler Dominik Brünning als Jagdführer Allan Campell, Christian Joachim Friedrich als Butler William Wallace sowie Axel Hinz und Saskia Leder, die in die wiederkehrenden Rollen des Chefinspektors Richard Bourke a.D. und der Lady Ashtonbury schlüpfen. Auch das Publikum darf mitspielen, diese Teilnehmer werden allerdings schon vor Beginn des Dinners ausgesucht und kurz eingewiesen. Gezwungen wird keiner und jeder macht den Spaß gerne mit, etwa als Arzt, der natürlich den Tod der Leichen bestätigen muss.

Nur ein Fünftel der Gäste erraten den Täter

Die restlichen Gäste dürfen entspannt dem Spiel zusehen und werden höchstens kurz von den Schauspielern angesprochen, wenn diese durch die Reihen wandern. Das hat aber auch seine Nachteile, denn das Stück regt nicht zum Mitraten an. Mit vier Szenen und fünf Schauspielern fehlt dazu auch der Raum um falsche Fährten zu setzen oder Spekulationen anzuheizen.

Als die Dinierenden vor der Nachspeise erraten sollen, wer der Täter war, wird dann nicht über das Stück diskutiert sondern fleißig nachgefragt wie denn der Schlossherr oder der Jagdführer nochmal heißen. Und nur 25 der etwa 120 Besucher erraten am Premierenabend den richtigen Täter. Unter ihnen wurde der Preis für den „besten Ermittler“ ausgelost, auch zwei junge Frauen bekamen einen Preis für ihre Kostümierung.

Unterhaltsam ist der Abend auf jeden Fall – und lecker natürlich auch. Tanzeinlagen, einige Mitmachaktionen, etwa ein gemeinsamen Trinkritual zu Beginn des Krimi-Dinners, und viele Witze sorgen für einen kurzweiligen Abend. Darunter sind versteckte Wortwitze wie der Name des Chefinspektors Richard Tiberius Bourke, der dem des Star-Trek-Captains James Tiberius Kirk ähnelt, oder eine kleine Einführung ins Jägerleben vom „Waidmanns Heil“, dem dreifachen „Horrido“ bis hin zu einer kleinen Vorstellung von Instrumenten für die Lockjagd.

von Mareike Bader

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