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Moonages beim Stadtfest mit neuer CD

„Sons of Cain“ ist siebtes Album der Band Moonages beim Stadtfest mit neuer CD

Stimmlich näher an Wavepop, instrumental eher Progrock-Traditionen verhaftet: Die Moonages bleiben sich auch mit ­ihrem neuen Album treu.

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Die Moonages stellen auf dem Stadtfest ihr neues Album „Sons of Cain“ vor.

Quelle: privat

Marburg. An diesem Stadtfest-Samstag stellen die Marburger ihre aktuelle, mittlerweile siebte CD „Sons of Cain“ vor – ab 14 Uhr auf der Marktplatzbühne.

Ein reifes, rundes, ein komplexes Album ist es geworden, mit ambitionierten Arrangements, schwelgerischen Gitarrenparts und eingängigen Vocals.

Sänger und Texter Björn Mardorf ist nicht unbedingt der epische, ausschweifende Storyteller, sondern einer, der ein ganzes Menschenleben im Zeitraffer erzählen kann: „Into­ the light, out of the womb, speed through your life, right to the tomb.“ Nur die sinngemäße Übersetzung „Von der Wiege bis zur Bahre“ kommt mit weniger Worten aus.

Existenzielle Statements und emotionale Standortbestimmungen stecken in den elf Tracks, die sich stilistisch immer nur gerade so dicht an die großen Genrevorbilder heranpirschen, dass kaum jemand auf die Idee käme, zu sagen: Klingt irgendwie nach... Tut‘s nämlich auch nicht, wo Moonages draufsteht, ist eben auch Moon­ages drin.

Drummer Stefan Herzig, Bassmann Guido Pöppler, die beiden Gitarristen Thomas Türling und Thorsten Doerr sowie Björn Mardorf und Techniker Peter Nachtigall haben ihrer aktuellen Eigenproduktion im Area-51-Studio den letzten Schliff verpassen lassen – Tommy Newtons Feinjustierungen beim Mastering haben „Sons of Cain“ zu einem Album gemacht, das vom ersten bis zum letzten Takt in der Profiliga spielt.

„In der Zeit, nachdem Frank Sauer als Gitarrist ausgestiegen war, standen wir vor der Wahl, im Übungsraum rumzu-
gammeln oder etwas Sinnvolles zu machen“, erzählt Bassist Guido Pöppler über die Entstehungsphase der neuen Songs. Etwas orchestraler kommen die Moonages mittlerweile daher, setzen auf Mehrstimmigkeit, doch nach wie vor huldigen die Musiker den Sound der 1980er-Jahre.

Nach einem ersten Bühnen-Test in Alsfeld sagt Pöppler über „Sons of Cain“: „Früher haben wir oft gehört: ,Ihr seid live viel besser als auf CD.‘“ Jetzt habe sich der Konzertsound stärker an die Studioversionen angenähert: „Das hat ganz eindeutig etwas mit Authentizität zu tun.“

von Carsten Beckmann

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