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Mitreißende Musik mitten in der Natur

Eckelshausener Musiktage Mitreißende Musik mitten in der Natur

Bei den Eckelshausener Musiktagen nahm Vero­nika Todorova mit ihrem Akkordeon das Publikum mit auf eine musikalische Reise. Es gab Tango, Jazz und Balkanmusik zu hören.

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Die Musik der „Veronika Todorova Band“ entfaltete mitten im Garten der Baumschule Caldern seine ganz eigene Dynamik und kam bei den Besuchern des Konzerts sehr gut an.

Quelle: Mareike Bader

Caldern. Die Lahntal-Baumschule in Caldern bot wieder einmal ein tolles Ambiente für einen gelungenen Konzertnachmittag. Mitten im Grünen verzauberte Veronika Todorova mit Detlef Görke am Bass und Axel Spreitzer am Schlagzeug das Publikum. „Es war wunderschön - viel besser als in einem Saal“, lautete das eigene Fazit der 28-Jährigen nach dem Konzert. Die Atmosphäre war in der Tat fantastisch.

Umringt von Natur lauschten 200 Besucher locker dem Spiel des Trios. Schnell waren die Sitzreihen gefüllt und so saßen einige leger auf der Wiese am Rand. Andere wiederum genossen die Stimmung nebenan im kulinarischen Bereich, wo gemäß dem Motto „Musikalisches und Kulinarisches“ selbstgebackener Kuchen, Waffeln, Kaffee und Wein angeboten wurden. Doch den Blick auf die Bühne durfte man sich nicht entgehen lassen. Es war beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit und Geschwindigkeit Veronika Todorova über die Tasten und Knöpfe ihres Akkordeons flitzte.

„Dieses ist mir ans Herz gewachsen“, sagte die sympathische Musikerin nach der Pause über ihr Instrument, das vor zehn Jahren in Italien für sie gebaut worden war. Die gebürtige Bulgarin verglich das Akkordeon mit einer Orgel und brachte zum Beweis das Publikum mit einer Passacaglia von Georg Friedrich Händel zum Staunen. Zwischendurch moderierten Bassist Detlef Görke und Veronika Todorova und gaben dabei Einblicke in die gemeinsame Arbeit. Görke versuchte dabei, die Besonderheiten des Siebener-Takts, der in den Stücken sehr oft vorkommt, dem Publikum näher zu bringen. Denn im Gegensatz zu für uns gängigen Musik mit geraden Taktarten sind in der bulgarischen Musik ungerade Taktarten vorherrschend. Dies sei anfangs ­eine Herausforderung gewesen, die er jedoch gerne angenommen habe. Todorovas Heimatland beeinflusst die Musik des Trios stark, das seit 2006 zusammen spielt. Auch beim Konzert in Caldern spielte es viele traditionelle Stücke, zu denen Todorova ein eigenes Arrangement geschrieben hat. Die Musiker spielten ältere Songs aber auch neue aus ihrem aktuellen Album „Balkan Train“. Aus diesem stammt auch „Train Song“, das die Stimmung eines Zuges widerspiegeln soll, der durch den Balkan schlängelt, wie Görke erklärte.

Und das spürte man von Anfang an. Mit typischem Zug-Rhythmus beginnend nahm das Lied Fahrt auf mit unglaublich schnellen Läufen von Todorova und verband dann sogar Anklänge von Smetanas „Die Moldau“ und Abbas „Gimme, gimme, gimme“.

Aber auch Argentinien und Italien waren mit verschiedenen Tangos musikalisch vertreten, die hier und da auch mit Jazz gemischt wurden. Und zur Zugabe durfte das Publikum auch noch zum französischen „La Sorciere“ schwelgen und bedankte sich dafür mit Jubel und kräftigem Applaus.

von Mareike Bader

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