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Mit der Kindermalschule fängt alles an

„Kunstwerkstatt“ feiert 30-jähriges Bestehen Mit der Kindermalschule fängt alles an

Mit den Kunstkoffern und den Kunstkursen in den Marburger Schulen und den eigenen Räumen ist die „Kunstwerkstatt“ nicht mehr aus dem 
Kulturangebot für 
Kinder wegzudenken.

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Annegret Ritter (von links), Annegret Witzlau, Sonja Dirks, Maria Pohland, Angelika Schönborn und Dr. Carola Schneider freuen sich auf das Fest am Samstag.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Diesen Samstag wird ab 15 Uhr mit einem Fest im 
Northampton-Park der 30. Geburtstag gefeiert. Die Kunstwerkstatt ist bekannt für ihre Mitmach-Stände. Und so werden auch beim großen öffentlichen Geburtstagsfest verschiedene Aktionen angeboten, bei denen sich Jung und Alt kreativ austoben können. Es werden kleine Holzboote gebastelt und mit einem Luftballonantrieb versehen, an Staffeleien kann auf Leinwänden gemalt werden und natürlich sind auch die Kunstkoffer und der Klangkoffer dabei.

Als Highlight wird ein Tretboot am Bootsverleih gestaltet und ab etwa 17 Uhr werden 30 kleine Leinwände, die während der Nacht der Kunst von Kindern und Jugendlichen bemalt wurden, von Pit Metz versteigert. Zur Eröffnung spielt das Orchester „Kunterbunt“ der Musikschule Marburg, mit der die Kunstwerkstatt eine enge Kooperation hält. Diese wurde durch die Einführung des Klangkoffers im vergangenen Jahr intensiviert, so Maria Pohland, Mitglied des sechsköpfigen Sprecherinnengremiums.

Feier wurde wegen Trauerfalls verschoben

Drei Standbeine hat die Kunstwerkstatt: Im eigenen Atelier in der Universitätsstraße finden Kurse zu den verschiedenen Techniken statt – wie Malen, Zeichnen, Töpfern, Drucken oder Fotografie. Diese werden auch von Dozenten und Dozentinnen in die Schulen gebracht. Im Rahmen der von der Stadt Marburg geförderten Schulkooperation werden über 20 Schulen im Jahr besucht und so der Kunstunterricht ergänzt. Bekannt sind die Kunstkoffer, die vor sieben Jahren ins Leben gerufen wurden. Bei den offenen Nachmittagen können Kinder frei mit den Materialien aus den Koffern arbeiten. Nach den Stationen Richtsberg, Stadtwald und Waldtal soll bald eine weitere in Stadtallendorf folgen.

Eigentlich hätte schon im vergangenen Jahr gefeiert werden können, denn die Geschichte der Kunstwerkstatt begann 1984 im Rahmen des Kinder- und Jugendfestivals „Ramba Zamba“, bei dem Ursula  Gottwald Malkurse auf dem Marktplatz anbot. Diese kamen so gut an, dass daraus die Marburger Kindermalschule entstand, dessen erste Vorsitzende bis 2001 die bekannte Künstlerin Louisa Biland war. Da Gottwald, die 25 Jahre lang als Dozentin tätig war, vergangenes Jahr verstarb, wurde auf eine Feier verzichtet. So wird dieses Jahr das 30-jährige Bestehen des Vereins begangen, der am 6. Dezember 1985 eingetragen wurde.

Der Verein änderte 2002 seinen Namen in Kunstwerkstatt. Für die Zukunft wünscht sich das Team einen Umzug auf das Waggonhallen-Areal. In den jetzigen Räumen im dritten Stock des Hauses Universitätsstraße 4 sei der Wunsch, integrativ und inklusiv zu arbeiten schwer umzusetzen. Auch für Mütter mit Kleinkindern sei es oft beschwerlich, berichten die sechs Sprecherinnen. Die ersten inklusiven Kurse sollen schon ab Herbst angeboten werden, kündigt Dr. Carola Schneider an.

von Mareike Bader

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