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Mit den „Kids“ kommt die Stimmung

Schülerband-Open-Air Mit den „Kids“ kommt die Stimmung

Beim Schülerband-Open-Air in Verbindung mit dem Marburger Hafenfest eroberten schulpflichtige Rapper und Rocker am Freitag und Samstag die Bühne auf der Lahnwiese.

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Die „Woodvalley Kids“ (von links): Arash Keykhosravi, Collin Müller und Arman Keykhosravi.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. An talentierten Nachwuchsrappern mangelt es in Marburg nicht. Im Waldtal betreuen Pädagoge Joschi Tischkau und Shalau Baban, auch bekannt unter seinem Rap-Pseudonym „Maxolan“, das Hip-Hop-Projekt im Jugendzentrum St. Martin.

Der Samstagnachmittag stand vorwiegend im Zeichen des Sprechgesangs. Was die Stimmung drückte, war, dass der Bass häufig die Stimmen der Künstler übertönte. So waren die Texte zeitweise nur schwer zu verstehen. Schlecht bei einer Musikrichtung, die von Pointen und Aussagen lebt. Auch die Stimmung der Zuschauer ließ zu wünschen übrig. Dies erklärte sich Rapper „Maxolan“ folgendermaßen: „Jeder hat hier natürlich ein paar seiner Leute. Manche sind hier, weil sie Rock oder Metal hören wollen. Da kommt man mit Rap natürlich nicht so weit.“

Als die „Woodvalley Kids“ an der Reihe waren, änderte sich alles. Es dauerte keine drei Minuten, bis sich das Publikum verdreifacht hatte. Menschen, die das Zelt passierten, konnten nicht anders als stehen bleiben und den drei jungen Männern dabei zuzusehen, wie sie verschiedenste Themen musikalisch verarbeiteten.

Die „Woodvalley Kids“, das sind der zehnjährige Collin Müller sowie Arash und Arman Keykhosravi, die zwölf und zehn Jahre alt sind. Bemerkenswert: Die Texte schreibt das Trio fast ausschließlich selbst und auch Musik für ihre Songs produzieren die Kinder mit einem Drumcomputer größtenteils in Eigenregie. „In unseren Texten kommt alles vor, was uns in den Sinn kommt. Unsere Eltern, unsere Heimatstadt, unser Leben“, sagt Arash, der die fünfte Klasse der Elisabethschule besucht.

Auf die Frage, ob sie denn mit Rap gerne ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen würden, grinsen die drei breit, die Augen leuchten und ein einhelliges „Ja!“ ist zu hören.

Bisher haben die „Kids“ acht Auftritte hinter sich. Aber es soll weiter bergauf gehen. „Die drei sind sehr engagiert und haben den Willen, etwas auf die Beine zu stellen“, sagte Tischkau über seine Schützlinge.

Neben den Junior-Rappern waren auch das Duett der „Woodvalley“-Mitglieder „Maxolan“ und Andreas Albis, der in seiner rumänischen Muttersprache rappte, sehr hörenswert.

von Benjamin Kaiser

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