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Mit dem Notizbuch unterwegs im Leben

Schreibprojekt an heimischen Schulen Mit dem Notizbuch unterwegs im Leben

Schreibend der Welt zu begegnen ist ein fördernswerter Prozess. Das Spielen mit Sprache und das Experimentieren mit bekannten und neuen Erzählweisen stehen dabei im Vordergrund.

Marburg. Daher widmet sich das Projekt SchreibKunst des Hessischen Kultus-Ministeriums der literarischen Nachwuchsförderung in Schulen.

Über zwei Jahre werden in Workshops, Lesungen, Seminaren und Exkursionen den Schülerinnen und Schülern das kreative Schreiben vermittelt. Sechs namhafte Autoren stellten sich zur Verfügung: Thomas Hettche, Bernhard Kegel, Kathrin Passig, Lars Ruppel, Silke Scheuermann und als Schirmherr Peter Kurzeck. Sie werden sechs Schulen aus den Kreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen begleiten: Die Elisabethschule Marburg, die Richtsberg-Gesamtschule, die Gesamtschule Ebsdorfergrund, die Mittelpunktschule Oberes Perftal, die Clemens-Brentano Europaschule Lollar und die Ricarda-Huch-Schule Gießen nehmen teil.

Dabei stehen Themen wie Naturwissenschaft und Literatur, regionale und interkulturelle Verortung und Verbundenheit und Gestaltung von Zukunft im Vordergrund. Genreübergreifend wird auch auf die Förderung individueller Ausdrucksformen geachtet, ob Gedicht, Poetry Slam oder journalistischem Essay - die vielseitigen Möglichkeiten persönlicher Sprache werden erprobt.

Das Projekt startet morgen in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt mit einem Lehrer-Autoren-Tag. Bei dieser Veranstaltung stehen unter anderem das Vorstellen der Autoren Silke Scheuermann, Bernhard Kegel und Thomas Hettche sowie der Ablauf von Schreibwerkstätten auf dem Programm.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Marburg stehen im Technologie- und Tagungszentrum Marburg (TTZ) zwei der Autoren für öffentliche Lesungen zur Verfügung. Bereits heute Abend liest Bernhard Kegel, studierter Chemiker und Biologe, ab 20 Uhr aus seinem Buch „Tiere in der Stadt - Eine Naturgeschichte“ (die OP berichtete gestern).

Am Donnerstag liest der Philosoph und Germanist Thomas Hettche ab 20 Uhr im TTZ aus seinem Werk „Totenberg“. Hettche hat sich als kunstvoller Erzähler und kluger Essayist einen Namen gemacht.

Für seine essayistischen Veröffentlichungen, vor allem in der FAZ und der Neuen Züricher Zeitung, erhielt der Autor zahlreiche Preise. Sein Kriminalroman „Der Fall Abrogast“ wurde in zehn Sprachen übersetzt.

Sein aktuelles Werk „Totenberg“ ist eine intellektuelle Autobiographie in zehn Begegnungen. Thomas Hettche erweist sich als ein brillianter Wanderer zwischen den Welten, der radikal ehrliche autobiographische Skizzen mit theoretischen Diskursen verbindet.

Die öffentlichen Lesungen finden in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, Projekt SchreibKunst und dem Staatlichen Schulamt Marburg sowie Mediakontakt Laumer, Buchhandlung Roter Stern, Kulturelle Aktion Marburg - Strömungen und dem Marburger Literaturforum statt. Projektleiterin ist Dr. Erika Schellenberger-Diederich vom Staatlichen Schulamt Marburg.

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