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Mit dem Hypochonder durch den Herbst

Landestheater: „Der eingebildete Kranke“ Mit dem Hypochonder durch den Herbst

Die Bühne des Hessischen Landestheaters verwandelt sich ab Samstagabend in ein irres Krankenhaus. Zumindest für die hypochondrische Komödie „Der eingebildete Kranke“ von Molière (1622 – 1673), die am Samstag um 19.30 Uhr Premiere hat und die Marburger Theaterfans mit Witz durch den von Grippe geplagten Herbst bringen soll.

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Franziska Knetsch (links) und Stefan Piskorz in einer Szene aus Molières „Der eingebildete Kranke“.

Quelle: Killa Schuetze

Marburg. „Der eingebildete Kranke“, 1673 in Paris uraufgeführt, gehört zu den bekanntesten Komödien Molières. Seine wehleidige Hauptfigur Argan ist als Hypochonder par excellence in die Literaturgeschichte eingegangen.

Regisseur Marc Becker hat die Komödie am Landestheater inszeniert. Becker ist Hausautor und Hausregisseur am Staatstheater Oldenburg. Er hat in Marburg unter anderem die Antikenadaption „Alles weitere kennen Sie aus dem Kino“ und mit Riesenerfolg Molières Komödie „Der Geizige“ als schrillen, temporeichen Theaterspaß auf die Bühne gebracht.

Nach dem Geizigen knöpft er sich nun also den Hypochonder vor (der übrigens auch ziemlich geizig ist). Argan rechnet jeden Moment mit seinem Ableben und gibt Unsummen für Ärzte und Apotheker aus. Um zu sparen, will er seine Tochter mit einem Arzt verkuppeln. Doch die hat eigene Vorstellungen von der Liebe. Unterdessen entgeht ihm, dass seine eigene, blutjunge Ehefrau seinen Tod kaum noch abwarten kann.

Molière starb übrigens kurz nach der vierten Aufführung des „Eingebildeten Kranken“, in dem er die Hauptrolle spielte. Es spielen Lene Dax, Insa Jebens, Jürgen Helmut Keuchel, Franziska Knetsch, Stefan Piskorz, Karlheinz Schmitt und Daniel Sempf. Für das Bühnenbild zeichnet Harm Naaijer verantwortlich, für die Kostüme Sandra Münchow. Für die Premiere gibt es noch wenige Restkarten.

von Uwe Badouin

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