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Mit blankem Hinterteil in Eminems Gesicht

Kino Mit blankem Hinterteil in Eminems Gesicht

Schrille Karikaturen sind die Figuren und Maskeraden, in die der britische Komiker Sacha Baron Cohen so gekonnt schlüpft.

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Sacha Baron Cohen posiert mit einem Pferd während der australischen Premiere seines Films „Brüno“ in Sydney.

Quelle: Tracey Nearmy

Marburg. In seinen TV-Shows hat er sie entwickelt, um sie dann fürs Kino in finale Undercover-Comedy-Abenteuer zu schicken. Als Ali G („Ali G in da house“, 2002) war Cohen der goldkettchenbehängte Gangsta-Rapper, als „Borat“ (2006) der kasachische Reporter mit Schnauzer, der zur Bildungsreise in die USA aufbricht, um „durch kulturelle Lernung von Amerika Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“. Als Brüno ist er nun der tuntig aufgebrezelte Moderator der Mode-Show „Funkyzeit“ des österreichischen Jugendfernsehens, der ein kurioses Deutsch-Englisch eher lispelt als artikuliert. Heute Abend läuft „Brüno“ als OP-Vorpremiere im Cineplex. Nachdem er eine Mailänder Modeschau ins Chaos gestürzt hat, verkündet er, dass er in den USA „welt-famous“ werden will: „der berühmteste Österreicher seit Hitler“. Ali G, Borat, Brüno: drei Maskeraden, die einem Zweck dienen: der Demaskierung. Cohen stürzt sich als Borat oder Brüno derart exzessiv und provokant in Wirklichkeiten, dass seine „Opfer“ ihre Borniertheiten, ihre rassistischen oder sexistischen Verbohrtheiten quasi wider Willen offenbaren. Wenn Borat antisemitische Sprüche klopft, lockt er damit sein Gegenüber aus der Reserve.

von Derek Dogherty

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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