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Mit "Schnee und Regen" zur Masterarbeit

Ausstellung in Brüder-Grimm-Stube Mit "Schnee und Regen" zur Masterarbeit

Die aktuelle Ausstellung der Brüder-Grimm-Stube zeigt Werke von Hyun Young Kim, die im Rahmen ihrer Abschlussarbeit am Institut für Bildende Kunst entstanden sind.

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Hyun Young Kim zeigt Wetterbilder.Foto: Arnd Hartmann

Marburg. Deutsches Schmuddelwetter ist für die Marburger Kunststudentin ein ganz besonderes Thema. Nicht die trübe und nasse Jahreszeit macht sie zum Zentrum ihrer Aussage, sondern vielmehr die Details im Licht- und Farbspiel funkelnder Schneeflocken oder spiegelnder Regentropfen auf Glasflächen zeigen sich in den Arbeiten. Die meisten Werke ihrer Masterarbeit entstanden in langwieriger Teilarbeit von bis zu vier Stunden am Tag über einen dreimonatigen Zeitraum im Atelier des Institutes, mit Acryl- und Ölfarbe oder auf Basis unterschiedlicher Drucktechniken. Zum Vorbild der 30-seitigen Masterarbeit dienten europäische Wetterphänomene. In Kims Heimat Südkorea herrscht über das ganze Jahr verteilt dagegen ein mildes Klima.

Die 37-jährige Südkoreanerin absolvierte im Jahr 2003 ihren Bachelor of Arts in Kommunikationsdesign an der „Duksung Women‘s University“ in Seoul. Nach ihrem Abschluss suchte sie nach neuen Herausforderungen und hörte von den guten Studienmöglichkeiten in Deutschland. „Im Gegensatz zu den USA oder Kanada ist ein Studium in Deutschland finanziell deutlich günstiger“, sagte Kim. Neben ihrem Studium am Institut für Bildende Kunst engagierte sich Kim darüber hinaus auch für andere Projekte. Im Herbst 2007 beschäftigte sie sich mit dem Thema „Waschmaschine“ und stellte fünf Jahre später unter dem Motto „Natürlich“ im Rahmen einer Künstlergruppe im Technologie- und Tageszentrum (TTZ) aus.

Zweimal im Jahr haben Absolventen am Institut für Bildende Kunst in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt die Möglichkeit, ihre künstlerischen Eigenkreationen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Vorschlag, welche Studierenden die Chance dafür erhalten, kommt dabei vom Institut selbst. „Die Studierenden haben dann aber auch die Aufgabe, sich selbst um Logistik und Ausstellung zu kümmern“, erzählte Karin Stichnothe-Botschafter, Mitarbeiterin vom Fachdienst Kultur.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Juli in der Brüder-Grimm-Stube (Markt 23) zu sehen. Von Dienstag bis Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr können Besucher auch persönlich mit der Künstlerin in Kontakt treten.

von Arnd Hartmann

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