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Mit Gesang die Zeit anhalten

Stephanie Neigel sang in der Cavete Mit Gesang die Zeit anhalten

Stephanie Neigel, die Nichte von Jule Neigel, gab sich auf der Pre-Release-Tour zu ihrem neuen Album „Capture Time“ in der  proppenvollen Cavete die Ehre und präsentierte einen Mix aus Jazz, Soul und Pop.

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Stephanie Neigel überzeugte in der Cavete mit ihrer Stimme und ihrer Bühnenpräsenz.

Quelle: Maik Dessauer

Marburg. Das zweite Album von Stephanie Neigel heißt „Capture Time“. Der Titel entspringt dem Gedanken, die Zeit anhalten zu wollen und die schönen Momente zu bewahren, wie die Sängerin erklärte. Die gebürtige Wormserin und ausgebildete Jazz-Sängerin sorgte mit ihrer Band für eine Menge solch schöner Momente.

Die räumliche Nähe zwischen Bühne und Publikum in dem kleinen Konzertraum der Jazzkneipe Cavete spiegelte perfekt wider, welche Intimität die Sängerin durch ihre emotionalen Texte und ihren facettenreichen Gesang zwischen sich und den Gästen herzustellen vermag. Egal ob an der Gitarre, am Piano oder nur durch ihren Gesang, Neigel lässt den Zuhörer tief in ihre Gefühlswelt eintauchen.

So zeigte sie sich verletzlich, wie in „Nothing Left“, das das Ende einer Beziehung thematisiert, um nur kurz danach  mit „Dance with the Devil“ mit vor Selbstbewusstsein strotzendem Soul aus ihrer Melancholie auszubrechen. Spätestens da zeigte sich, welch unglaubliche Bandbreite Stephanie Neigel mit ihrer Stimme abdeckt.

Das fünfzehn Songs und zwei Zugaben umfassende Set beinhaltete neben klassischen Jazz-Nummern auch Einflüsse aus Funk, Soul, Rock und Pop. Mit „Little Hours“, „The Book“ und dem großartigen „Cold Hearts“ bekam das begeisterte Publikum drei klassische Balladen geboten. „Go out“ und „Spring“ sprühten hingegen vor Lebenslust und Aufbruchstimmung. Bei „Leave it“ wurden die Zuhörer kurzerhand zum Chor umfunktioniert, und im abschließenden „All I know“ bewies Neigel, dass sie für ein Trompetensolo im Zweifel nur ihre Stimme braucht.

Am 11. April mit „Les Brünettes“ in Marburg

Das Zusammenspiel zwischen der Sängerin und ihrer Band, bestehend aus Thomas Sauerborn (Schlagzeug), Alexander Merzkirch (Bass) und Nils Becker (Gitarre), funktionierte perfekt. Auch ihnen wurde an diesem Abend immer mal wieder die Bühne für ein Solo überlassen, doch im Mittelpunkt stand bei jedem Lied der glasklare, kraftvolle Gesang und die starke Präsenz Stephanie Neigels, die es auf sympathische Weise schafft, ihre Zuhörer für sich zu gewinnen und sie an ihrer Gefühlswelt teilhaben zu lassen.

Das Album „Capture Time“ erscheint am 2. Mai. Stephanie Neigel kehrt aber schon am 11. April zurück nach Marburg. Dann singt sie mit ihrer A-capella-Band „Les Brünettes“ in der Waggonhalle.

von Maik Dessauer

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