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„Mich hasst ohnehin jeder in Marburg“

Musikkabarett „Mich hasst ohnehin jeder in Marburg“

Allzu zahlreich waren die Untertanen des mit fast allen deutschen Kleinkunstpreisen ausgezeichneten „Unterhaltungskanzlers“ nicht erschienen.

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Lars Reichow trat in der Waggonhalle auf.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Aber die 42 Zuschauer in der Waggonhalle wurden trotzdem vom Mainzer Musikkabarettisten Lars Reichow zweieinhalb Stunden lang bestens unterhalten. Auch einige Angehörige des Hessischen Landestheaters Marburg amüsierten sich über die mit Wortwitz und Ironie gespickten, mal erzählten, mal in unterschiedlichen Tonarten und Stilrichtungen gesungenen Geschichten und Lieder über gesellschaftliche, politische und persönliche Missstände.

Lediglich einige Anspielungen deuteten Reichows nach seiner Entlassung als Regisseur der Revue „Nacht und Träume“ im Januar wohl leicht gestörtes Verhältnis zu „der kleinen Stadt mit dem großen Kopf“ an, in der „einwandfreies juristisches Deutsch gesprochen wird“.

In seiner genialen ersten Zugabe, die aus der Schilderung einer nicht enden wollenden, bis zum künstlerischen Amoklauf und zum exzessiven Stalking vors traute Heim der Zuschauer eskalierenden Zugabe bestand, war ihm dann schon alles egal, da „mich ohnehin jeder in Marburg hasst“. Dafür erbrachte der Abend nun keinen Beleg. Es wurde viel gelacht und applaudiert in der intimen Clubatmosphäre mit Einzeltischen mit Kerzenbeleuchtung.

von Manfred Schubert

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP.

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