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Mehr als 70 Bands rocken die Stadt

20. Mano-Festival Mehr als 70 Bands rocken die Stadt

Das 20. Mano-Festival ist am Donnerstag in der sehr gut gefüllten Waggonhalle mit einem tollen Konzert mit acht Gastbands aus den Partnerstädten gestartet. Diesen Samstag ist Endspurt in Marburger Klubs.

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Die Gruppe „Sonne Ost“ aus Eisenach spielt Punk.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Satzfetzen in Französisch, Englisch, Slowenisch und Arabisch sind in der Waggonhalle zu hören. Aus Northampton in England, Poitiers in Frankreich, Maribor in Slowenien, Eisenach in Thüringen und sogar aus dem tunesischen Sfax sind Musiker nach Marburg gekommen, um gemeinsam beim Mano-Musikfestival zu spielen und zu feiern. Aus dem rumänischen Sibiu ist zwar keine Band in Marburg eingetroffen, aber zwei Musiker haben sich auf den Weg gemacht – sie wurden am Morgen noch schnell von Go Cziba abgeholt.

Cziba ist von Anfang an, also seit 20 Jahren, dabei und ohne den Mann an den Mischpulten wäre Mano wohl nie das geworden, was es heute ist: das populärste ­Marburger Kneipen-Musikfestival, zu dem Jahr für Jahr Fans in Scharen durch die Klubs pilgern. Die Eintrittspreise sind niedrig, die Stimmung stets gut: Weil die Organisatoren ehrenamtlich arbeiten und die Bands auf Gagen verzichten, kostet ein langer Musikabend nur fünf Euro für alle Klubs.

Zwei Tage, 15 Clubs und Bars, sowie 78 Bands. Das sind die Zahlen rund um das Mano-Festival 2015 in Marburg.

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Zum Auftakt stellen sich traditionell die Gastbands in einem gemeinsamen Konzert vor: Die Zeitpläne sind eng getaktet – jede Band hat rund 20 Minuten, um sich vorzustellen. Da packt man eben das Beste raus, was man im Programm hat. „ily.a!“ aus Poitiers machte am frühen Abend mit Noisy Folk den Anfang. Acoustik-Pop boten „Julie & The Diamond“ bevor der erste Geheimtipp – „The Red Triangle Circus Gang“ aus Northampton – die Bühne enterte.

Das Trio „T.H.V.“ aus Sfax hatte sehr experimentelle Musik im Gepäck: Ein Beatboxer sorgte mit einer Loop-Station für den Basisrhythmus, darüber lagen eine schräge Gitarre, die mittels Klangcomputer in alle möglichen Instrumente „verwandelt“ wurde und ausdrucksstarker Gesang.

„Vol(u)teS“ aus Poitiers entpuppte sich als klassisches Rocktrio: Schlagzeug, Bass und ein singender Gitarrist legten einen geradlinigen Set hin, der von „Sonne Ost“ aus Eisenach noch getoppt wurde: Tempo, Tempo, Tempo lautete die Devise des Quartetts mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Geige aus der Wartburg-Stadt: Druckvoller Punk mit deutschen Texten und Anti-Pegida-Songs wie „Schützt eure Kinder vor Faschisten“ sorgten dafür, dass das Publikum nach wenigen Takten tanzte. Eine tolle Show.

„King‘s Gambit“ spielt typisch britisch

Entspannte und melodiöse Balkan-Klänge kamen danach von „Ethnotrip“ aus Slowenien. Das Quintett (Schlagzeug, Bass, Keyboard, Geige und eine tolle Sängerin) präsentierte sehr variable, abwechslungsreiche und durchaus auch tanzbare Musik.

Zum Abschluss trat in der Waggonhalle „King‘s Gambit“ aus Northampton auf. „Folk Beat“ nennt das Trio (Bass, Akustik-Gitarre, Mandoline) seine Musik, der man die Sozialisation mit englischem Folk und englischer Popmusik anmerkt. Und doch gelingen den Musikern sehr eigenständige Songs, die sie gekonnt interpretieren.

Der Mix macht neugierig auf Samstagabend: Ab 19 Uhr spielen in 13 Marburger Klubs jeweils bis zu fünf Bands. Schon am Freitagabend war ­jede Menge los in der Stadt. Die Gastbands spielen übrigens zweimal pro Abend in unterschiedlichen Klubs neben 69 heimischen Bands.

Das Programm gibts unter: http://mano.host-web.de/festivalprogramm-2015

von Uwe Badouin

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