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Marburger zeigt Orient-Impressionen

Jan Bosch stellt im KFZ aus Marburger zeigt Orient-Impressionen

Focus Orient – so hat der Marburger Fotograf Jan Bosch seine Ausstellung im KFZ genannt. Zu sehen sind 17 großformatige Bilder, die Menschen aus dem Morgenland zeigen.

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Kontemplation drückt dieses Foto aus. Es zeigt einen Gläubigen beim Studium religiöser Texte in der Eyüp-Sultan-Moschee am nördlichen Ende des Goldenen Horns von Istanbul.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Damaskus, Beirut, Amam, Aleppo oder Bagdad. Früher hat man diese Städte verbunden mit unbekannten Gewürzen, mit Geschichten aus 1001 Nacht. Früher hieß diese Region hier im Westen Orient und war oft gleichbedeutend mit fantastischen Hochkulturen, die auf Intellektuelle und Reisende einen enormen Reiz ausübten. Heute nennt man die Region Naher oder Mittlerer Osten, aus dem Sehnsuchtsbegriff ist ein Synonym für fürchterliche Kriege, Bomben und Terror geworden.

Der Marburger Fotograf Jan Bosch (36) jedoch ist der Faszination erlegen, die von dem Begriff Orient ausgeht. In den vergangenen zehn Jahren hat er nahezu alle Länder im orientalischen Raum bereist. „Der Orient übt mit seinen jahrtausendealten Kulturen, mystischen Geschichten und der Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden schon lange eine Faszination auf Reisende aus“, sagt er. Auf ihn ganz besonders.

Der Orient übt mit jahrtausendealten Kulturen, mystischen Geschichten und der Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden schon lange eine Faszination auf Reisende aus. Der Fotograf Jan Bosch besuchte in den letzten zehn Jahren nahezu alle Länder im orientalischen Raum.

Die Ausstellung ab dem 4. Februar im KFZ in Marburg vermittelt einen authentischen Blick auf den Alltag der Menschen, jenseits klischeehafter Bilder von Burka und Terrorgruppen.

Der Orient übt mit jahrtausendealten Kulturen, mystischen Geschichten und der Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden schon lange eine Faszination auf Reisende aus. Der Fotograf Jan Bosch besuchte in den letzten zehn Jahren nahezu alle Länder im orientalischen Raum.

Die Ausstellung vermittelt einen authentischen Blick auf den Alltag der Menschen, jenseits klischeehafter Bilder von Burka und Terrorgruppen. Die großformatigen Portraitfotografien zeigen offene Menschen eines von vielen Traditionen geprägten Kulturkreises. Jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte, lebt von der Nähe zum Motiv und gibt dem Betrachter einen Einblick in das Leben zwischen Istanbul und Aden.

Die Fotografien sind ab dem 4.2.2015 im Foyer des Kulturladen KFZ e.V. , Schulstraße 6, 35037 Marburg, zu sehen.

Vita

Jan Bosch studierte Geografie und Friedensforschung in Marburg und arbeitet seit mehreren Jahren als freier Fotograf und Journalist. Zahlreiche Reisen und Arbeitsaufenthalte führten ihn in den Nahen und Mittleren Osten, nach Südost- und Zentralasien, Nordamerika und quer durch Europa. Seine Schwerpunkte sind Menschen, Konzertfotografie und Umweltthemen.

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Bosch will mit seiner Ausstellung „einen authentischen Blick auf den Alltag der Menschen, jenseits klischeehafter Bilder von Burka und Terrorgruppen“ zeigen. Und er rückt in seinen großformatigen Porträtfotografien die Menschen ins Zentrum. Er sei „offenen Menschen eines von vielen Traditionen geprägten Kulturkreises“ begegnet, betont er. Jedes seiner Bilder im DIN-A1-Format erzähle seine eigene Geschichte, lebe von der Nähe zum Motiv und gebe „dem Betrachter einen Einblick in das Leben zwischen Istanbul und Aden“.

Da gibt es den Mann, der mit der traditionellen Kaudroge Khat handelt. Jan Bosch fotografierte ihn im Jahr 2008 in der Stadt Hajjah, die im jemenitischen Hochland liegt. Er blickt direkt in die Kamera, trägt einen Turban, eine alte Jacke und hält eine Kalaschnikow in den Händen. Er zeigt Menschen, die auf einer Schutthalde am Rande einer Siedlung im Großraum Kairo vom Müll leben müssen. Oder eine verschleierte Frau, die in Casablanca (Marokko) auf dem Weg zum Mittagsgebet in die Hassan II Moschee ist.

Insofern sind seine Fotos mehr als bloße Reiseimpressionen sondern auch ein Plädoyer für mehr Toleranz für andere Kulturen in einer Welt, in der Gegensätze immer stärker aufeinanderprallen.

Jan Bosch ist in Siegen aufgewachsen. Er studierte Geografie und Friedensforschung in Marburg und arbeitet seit mehreren Jahren als freier Fotograf und Journalist. Zahlreiche Reisen und Arbeitsaufenthalte führten ihn in den Nahen und Mittleren Osten, nach Südost- und Zentralasien, Nordamerika und quer durch Europa. Seine Foto-Schwerpunkte sind Menschen, Konzertfotografie und Umweltthemen.

von Uwe Badouin

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