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Marburger erleben Weltstar hautnah

Tanita Tikaram im KFZ Marburger erleben Weltstar hautnah

Vor 25 Jahren machte Ihr großer Hit „Twist In My Sobriety“ Tanita Tikaram zum Weltstar. Am Dienstag sorgte die britische Sängerin aber auch mit ihren neuen Songs für eine tolle Stimmung im KFZ.

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Tanita Tikaram auf der Bühne des Kulturladens KFZ. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die tiefe, leicht rauchige Stimme Tanita Tikarams hat bis heute einen enormen Wiedererkennungswert. Die zweite Singleauskopplung „Twist In My Sobriety“ aus ihrem Debütalbum „Ancient Heart“ machte sie 1988 schlagartig berühmt. Das Wort „Sobriety“ hat sie beim Schreiben des Songs nur wegen des Klangs genutzt. Es hat etliche Bedeutungen, die teilweise aber erstaunlich gut zu ihr passen. Besonnenheit und Gelassenheit hört man auch in aktuellen Album „Can’t Go Back“, aus dem sie am Dienstag viele Songs spielte.

Den Anfang machte jedoch ihre allererste Single „Good Tradition“ von 1988. Locker kommt sie auf die Bühne, bequem gekleidet mit schwarzer Bluse, weiter Jeans und fransigen Haaren, die ihr ins Gesicht fallen. Sie schnappt sich die Gitarre und legt gleich los. Nicht nur Tanita Tikaram auf der Bühne tanzte, auch das Publikum wippte von Anfang an mit. „Wir werden einen großen Mischmasch von Songs singen“, kündigte sie nach dem zweiten Lied „All Things To You“ an. Der Song stammt aus dem neuen Album - es ist das erste seit sieben Jahren. Es sei toll einen Star von damals heute so nah und live erleben zu können, berichten einige aus dem Publikum nach dem Konzert und freuen sich, dass auch die bekannten Sachen von damals gespielt wurden.

Geburtsort in Münster

Vor der eigentlichen Show stimmte Stephanie Neigel ganz allein das Publikum im KFZ ein. Sie animierte das Publikum zum Mitsingen. Am 22. November stellt sie dann mit Band ihre neue CD „Introducing Stephanie Neigel“ in der Cavete vor.

Geboren wurde Tanita Tikaram in Münster, wo ihr Vater bei der britischen Armee stationiert war. Erst mit 12 zog sie nach England - Deutsch spricht sie trotzdem nicht. Dafür hat sie einen herrlich britischen Akzent. Als sie „Make The Day“ ankündigt, muss sie selbst über ihre melodische Stimme lachen. Es gehe darum, den richtigen Menschen an einem kalten verregneten Tag zu treffen, erzählt sie. Und nach den ersten Klängen von ihr am Klavier kann man die Situation richtig nachfühlen. Melancholisch und entspannt ist der Song und als i-Tüpfelchen dazu gibt es Tikarams Stimme. Ein perfekter Moment zum Schwelgen und Genießen.

Auch die Sängerin genießt und hält beim Ausklingen des Liedes noch lange die Augen geschlossen. Das Zusammenspiel mit ihrer Band ist fantastisch.

Halsschmerzen verhindern Autogrammstunde

Neben Folk- und Blues-Einflüssen, sind auch Jazz-Anklänge zu hören. Aber ihr eigener Stil ist immer deutlich erkennbar. Klassiker wie „I Can’t Give You Anything But Love“ macht sie sich zu eigen. Sogar John Paul Youngs „Love Is In The Air“ als letzte Zugabe erklingt in der Tikaram-Version mit Klarinette auf ihre entspannte Weise. Trotzdem zieht es das Publikum mit. Das KFZ klatscht und beim Refrain übertönt das Publikum fast die Sängerin.

Nach der Show geht es für Tanita Tikaram mit Halsschmerzen allerdings schnell zurück ins Hotel. Normalerweise stehe sie nach der Show gerne für Autogramme zur Verfügung, erzählt ihr Manager. Marburg ist die erste Station der Deutschlandtournee, anschließend folgen noch Konzerte in Skandinavien. Da muss die Stimme geschont werden. Im April ist sie wieder in Hessen.

von Mareike Bader

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