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Marburger dreht
 Low-Budget-Komödie

Kinostart: „Voll Paula!“ Marburger dreht
 Low-Budget-Komödie

Mit einem Mini-Budget drehte der Marburger Malte Wirtz seinen ersten abendfüllenden Spielfilm „Voll Paula!“. Er hat es 
in die Kinos geschafft.

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Junge Menschen ohne echten Job, aber mit großen Träumen: Ulrich Faßnacht in einer Szene aus „Voll Paula!“

Quelle: Anfiltered Artists

Drei junge Menschen in Berlin. Ohne Geld, ohne richtigen Job aber mit dem großen Traum von den Brettern, die die Welt bedeuten. Ärgerlicherweise sieht es mit Talent leider auch eher knapp aus und so einen richtigen Plan, wohin es eigentlich gehen soll, den haben Paula, Randolf und Donnie, die Helden in Malte Wirtz‘ Spielfilmdebüt, auch nicht.

Dafür werden Paula und Randolf mit Louise und Max jeweils von treuen Mitbewohnern unterstützt. Wie nahe die fünf Protagonisten ihren Träumen von der Schauspielerei kommen, und wer sich dabei in wen verliebt, darum geht es in „Voll Paula!“, der am Montag im Capitol zum ersten Mal in Hessen aufgeführt wurde.

Gleich vorweg: Niemand wird mit sonderlich viel Erfolg geschlagen. Beinahe hätte es auch mit dem ganzen Film, der ursprünglich „5 Tage im Winter“ heißen sollte, überhaupt nicht geklappt. „Wir hatten eigentlich mit einer Filmförderung von etwa 60.000 Euro gerechnet. Als sich dann die Filmstiftung dagegen entschied, stand die Produktion schon auf Messers Schneide“, erklärte der gebürtige Marburger Wirtz, der auch das Drehbuch schrieb und die Produktion leitete.

„Das Team war aber schon versammelt und alle hatten Bock, also haben wir es dann mit weniger als der Hälfte an Mitteln knallhart durchgezogen. Nur Schnee gab es am Drehort in Köln halt den ganzen Winter lang nicht, deswegen wurde der Titel geändert.“

Casting für „Bluesical“ bietet hohe Hürde

Eigentlich passt der neue Titel aber auch sowieso besser, denn Paula und ihre Zerstreutheit, Nervosität und mitunter schon anstrengend ungezwungene Planlosigkeit, geben in der Low-Budget-Komödie den Ton an. Wenn ihre Freundin Louisa fragt: „Worauf willst du eigentlich hinaus?“, ist die Antwort einfach nur ehrlich: „Tja, meistens ja leider auf gar nix!“

Wie für jeden angehenden Schauspieler, stellt auch für Paula, Randolf und Donnie ihr erstes Casting eine große Herausforderung dar, zumal sie für das geplante „Bluesical“ nicht unbedingt die besten Qualitäten mitbringen. So kann Donnie gar nicht und Paula nur schief singen, von Randolfs tänzerischen Leistungen ganz zu schweigen.

Besonders leiden müssen darunter der ehemalige Bravo-Jugendstar Karsten Speck und Claus Wilcke in ihren Rollen als Casting-Jury. Das Publikum am Montag litt dabei mit den Protagonisten gut unterhalten mit, so weit ging das Konzept also auf.

Wer nun wissen möchte, ob es für Paula ein Happy-End gibt, kann dieser Frage ab Donnerstag täglich um 17.30 Uhr im Capitol nachgehen.

von Marcus Hergenhan

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Vom Scheitern und wieder Aufstehen

Wenn er von einer Sache überzeugt ist, dann ist er auch bereit ein hohes Risiko einzugehen. Seine Leidenschaft ist der Film. Und das Filmen lässt ihn nicht los. Malte Wirtz ist Regisseur und „Einer von hier“

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