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Marburger Verlag angelt sich Hollywood-Regisser

Francke verlegt „Braveheart“-Autor Marburger Verlag angelt sich Hollywood-Regisser

In Hollywood ist Randall Wallace seit seiner Oscar-Nominierung für das Drehbuch für Mel Gibsons Filmhit „Braveheart“ ein bekannter Mann. Der Marburger Francke-Verlag hat seinen neuen Roman im Programm.

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Mit dem Drehbuch zu Mel Gibsons mit fünf Oscars ausgezeichneten Meisterwerk „Braveheart“ gelang Randall Wallace in Hollywood der Durchbruch.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Der kleine Verlag der Francke-Buchhandlung hat sich einen großen Namen gesichert: Randall Wallace. Wallace ist Filmproduzent („Pearl Harbour“), Regisseur („Der Mann mit der eisernen Maske“) und Drehbuchautor. Er hat die Drehbücher für die Filmhits „Pearl Harbour“, „Der Mann mit der eisernen Maske“, „Wir waren Helden“ und für „Braveheart“ geschrieben, seinen wohl größten Erfolg. Dafür gab es 1995 fünf Oscars und eine Oscarnominierung für Wallace. Der Film von und mit Mel Gibson ist heute Abend um 20.15 Uhr auf SAT1 zu sehen.

 Sein neuer Roman heißt „Der Chirurg“ und er ist in Deutschland nicht etwa bei einem der Großen der Buchbranche erschienen, sondern bei einem kleinen Verlag: dem Marburger Verlag der Francke-Buchhandlung. „Der Chirurg“ erzählt die Geschichte eines hochbegabten Arztes, dessen Leben nach einem Autounfall völlig aus den Fugen gerät. Es geht um Glaube und Hoffnung, und um die Kraft der Liebe, erläutert Francke-Sprecher Sven Gerhardt.

Francke setzt Hoffnung in den Chirurg

„Der Roman verkauft sich gut“, sagt Gerhardt. „Er liest sich sehr flüssig, man merkt die große Erfahrung als Drehbuchautor. “Francke hofft auf einen Longseller, zumal der Name „schon zieht“. Den Kontakt knüpfte der Marburger Verlag bei einer Buchmesse in den USA. Er hat sich dann gegen andere Mitbewerber durchgesetzt.

Wallace ist ein gläubiger Christ, fühlt sich daher wohl beim Francke-Verlag mit seinem christlichen Hintergrund gut aufgehoben. Er ist in dem US-Staat Tennessee aufgewachsen. Zum Film kam der heute 63-Jährige 1988, als er die Fernsehserie „Sonny Spoon“ als Produzent verantwortete. Daneben verfasste er Drehbücher – anfangs ebenfalls für TV-Serien. 1995 gelang ihm mit „Braveheart“ der Durchbruch in Hollywood, wo gute Drehbücher und gute Drehbuchautoren sehr gefragt sind.

Großer Erfolg: Pearl Habour

Wallace hat für „Braveheart“ auf das Gedicht „Wallace“ eines schottischen Minnesängers aus der Zeit um 1470 zurückgegriffen und aus weiteren Dokumenten eine spannende, wenn auch historisch nicht immer korrekte Geschichte gezaubert.

1998 folgte sein Regiedebüt: „Der Mann in der eisernen Maske“ war kein großer Wurf, trotz zahlreicher Stars wie Leonardo DiCaprio, Jeremy Irons oder Gerard Depardieu. 2001 allerdings gelang ihm wieder ein großer Erfolg: „Pearl Harbour“. Wallace war ausführender Produzent und Drehbuchautor.

 Im Mittelpunkt der Handlung seines neuen Romans steht Dr. Andrew Jones, ein erfolgreicher Chirurg, der das Leben genießt und seine große Liebe gefunden hat. Doch als es ihm nach einem tragischen Unfall nicht gelingt, seiner Verlobten das Leben zu retten, zerplatzen seine Zukunftsträume und er gibt das Operieren auf.

Lara Blair ist seit dem Tod ihres Vaters Erbin und Leiterin eines biomedizintechnischen Unternehmens in Chicago und arbeitet an der Entwicklung eines Operationswerkzeugs, das die Handbewegungen eines Chirurgen exakt nachahmen soll. Als sie von Andrew Jones’ außergewöhnlichem Talent erfährt, versucht sie, ihn für ihr Vorhaben zu gewinnen. Jones lehnt jedoch aufgrund seiner tragischen Erfahrungen ab – bis er die Dringlichkeit hinter Laras Mission entdeckt.

Immer wieder, aber nach Ansicht vieler Leser unaufdringlich, lenkt Randall den Blick auch auf die Frage nach der Existenz Gottes und auf sein wundervolles Wirken durch Menschen. In einem Interview, das im Buch abgedruckt ist, beschreibt er seine Intention folgendermaßen: „Ich will meine Geschichten nicht dazu benutzen, jemanden von meiner Erkenntnis zu uberzeugen. Eine gute Geschichte muss unterhalten, und nicht predigen.“

  • Wallace Randall: „Der Chirurg“, Verlag der Francke-Buchhandlung, 236 Seiten, 15,95 Euro

von Uwe Badouin

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