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Marburger Schülerband will die Festhalle rocken

Cross im SchoolJam-Finale Marburger Schülerband will die Festhalle rocken

Sie sind jung, sie sind laut, sie haben jede Menge Bühnenpower: Die Marburger Schülerband „Cross“ hat es ins Finale des Wettbewerbs SchoolJam am Samstag auf der Frankfurter Musikmesse geschafft.

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„Cross“ sind Niklas Vetter (von links), David Christ, Laurin Schwarzmayr, Joscha Mengel und Marlon Reich. Das kleine Foto zeigt Laurin Schwarzmayr live in der Frankfurter Batschkapp.
Fotos: Peilstöcker /Bechthold

Marburg. Hunderte, Tausende, ach was: Hunderttausende Jugendliche träumen von einer Karriere auf den großen Rockbühnen der Welt. Das gilt sicher auch für David Christ (14, Gitarre), Joscha Mengel (16, Gitarre) und Niklas Vetter (16, Bass) die die Marburger Richtsberg-Gesamtschule besuchen. Gemeinsam mit Schlagzeuger Marlon Reich (18) von der Kirchhainer Alfred-Wegener-Schule und Sänger Laurin Schwarzmayr (21) sind sie „Cross“, eine noch junge Marburger Band.

Am Samstag stehen sie auf einer wahrlich großen Bühne: Sie spielen beim Finale des Nachwuchswettbewerbs SchoolJam in der Frankfurter Festhalle, wo normalerweise Bands wie Pink Floyd, Meat Loaf oder Pink auftreten.

Ursprünglich nannten sie sich „Toxic Jam“ und haben schlichten, geradlinigen Hardrock gespielt. Laut sein, Tempo machen, sich richtig austoben – wo darf man das heute noch, ohne anzuecken, wenn nicht auf einer Rockbühne. Dort ist genau das gefragt.

Seit vor gut einem Jahr Sänger und Keyboarder Laurin Schwarzmayr von „Jake Bedlam“ dazustieß, nennen sie sich „Cross“. Im Januar haben sich die fünf jungen Musiker mit einem Demo bei dem Wettbewerb SchoolJam angemeldet, nach eigenem Bekunden „Deutschlands größter Nachwuchswettbewerb für junge Nachwuchs- und Schülerbands“. 120 Bands wurden zugelassen – am 7. Februar stand „Cross“ auf der Bühne des Frankfurter „Nachtleben“ und gewann. Bis ins SchoolJam-Finale haben es die fünf jungen Musiker geschafft – mit „dominierenden Gitarren, einem drückenden Bass, brachialen Drums und fetzigem Gesang“, so Gitarrist Joscha Mengel.

Dem Sieger winkt Auftritt beim Hurricane-Festival

Morgen Nachmittag werden sie sich wieder richtig ins Zeug legen, um das Finale gegen sieben weitere Bands aus ganz Deutschland zu gewinnen, das anlässlich der Frankfurter Musikmesse entschieden wird. Zehn Minuten haben sie Zeit, das macht zwei Songs. Dem Sieger winkt nämlich ein Traumkonzert vieler junger Bands – ein Auftritt beim Hurricane und Southside-Festival.

Zusätzlich kann sich die Siegerband dieser Staffel noch über weitere Auftritte bei den Finalen der beiden Wettbewerbe „SchoolJam USA“ und „SchoolJam UK“ in Los Angeles und London sowie auf der „Music China“ in Shanghai freuen.

„Cross“ treten an mit einem Genremix: Zu den Hardrockklängen sind inzwischen Jazzelemente und ein „bisschen Blues“ gekommen, „vermischt mit schneidenden Gitarrenbrettern“, erklärt Joscha Mengel.

Auch wenn sie noch sehr jung sind, spielen die Musiker von „Cross“ in erster Linie eigene Stücke. „Wenn mal Coversongs auf dem Set stehen, werden sie auf Cross‘sche Art und Weise interpretiert“, betont die Band. Also mit harten Gitarrenriffs.

Die Jungs von „Cross“ haben übrigens noch ein Eisen im Feuer. Den weltweiten Emergenza-Wettbewerb. Der ist noch eine Nummer größer als SchoolJam: Die erste Runde im KFZ haben sie im Februar ebenso gemeistert wie die zweite Runde in der Frankfurter Batschkapp am 30. März. Am 18. und 19. März sind die Regionalfinals – ebenfalls in der Batschkapp.

Diese Konzerte sind ein Riesensprung für die junge Band, die bislang etwas mehr als 20 Auftritte hate, fast alle davon in Marburg: Sie haben im Compass gespielt, im Szenario, beim Lahnwiesen-Open-Air, bei Sommerfesten. Und nun die Festhalle, allein das ist ein Gewinn.

von Uwe Badouin

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