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Marburger Kunstverein stellt sich neu auf

Geschäftsführerin installiert Marburger Kunstverein stellt sich neu auf

Erstmals in seiner ­Geschichte hat der 1953 gegründete Marburger Kunstverein eine ­Geschäftsführerin ein­gestellt: Carola Schneider übernimmt das Aus­stellungsmanagement.

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Carola Schneider unterstützt als Geschäftsführerin den Vorstand des Kunstvereins um den Vorsitzenden Dr. Gerhard Pätzold.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. „Es macht viel Spaß, mit Künstlern zu arbeiten“, sagt Carola Schneider. Entsprechend freudig geht die 54-jährige Kunsthistorikerin an ihre neue Aufgabe heran: Seit Anfang Mai ist sie Geschäftsführerin des Kunstvereins, der seit dem Jahr 2000 in der großzügigen Kunsthalle am Gerhard-Jahn-Platz residiert. Mit 620 Mitgliedern ist er einer der größten Vereine in Marburg.

Der Kunstverein hatte die Halbtagsstelle im Dezember bei der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine ausgeschrieben. Carola Schneider setzte sich im Auswahlverfahren gegen 26 Mitbewerber aus Deutschland und Österreich durch. Sie soll den Vorstand um den Vorsitzenden Dr. Gerhard Pätzold (82) unterstützen und wird das Ausstellungsmanagement übernehmen. Dazu gehören Terminabsprachen mit Künstlern, die Organisation des Transports, Planung und Vorbereitung der sieben Ausstellungen jährlich, erklärte Pätzold. Über das Ausstellungsprogramm entscheide nach wie vor der Gesamtvorstand.

Schneider: „ein großes Glück“

Carola Schneider lebt seit 2008 in Rosenthal. Die Marburger kennen sie unter anderem durch ihre Tätigkeit für die Kunstwerkstatt. Daneben singt sie in der Kantorei der Elisabethkirche.

Carola Schneider wurde in Stuttgart geboren, studierte in Aachen Kunstgeschichte und Romanistik und promoviere 1996. Sie bringt viel Erfahrung in der Kunstvermittlung mit: Sieben Jahre lang war sie Geschäftsführerin des Kunsthauses Essen, wo sie jährlich bis zu 14 Ausstellungen betreute. Später arbeitete sie als Kulturmanagerin der Stadt Halle und als Kulturreferentin der Firma Viessmann. Weitere Stationen waren unter anderem das Würzburger Museum im Kulturspeicher und die städtischen Museen Wetzlar.

„Die Beschäftigung mit Kunst und die Vermittlung von Kunst ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil meines Lebens. Das hauptberuflich machen zu können, ist ein großes Glück“, sagte sie der OP. Der Kunstverein organisiert sieben Ausstellungen pro Jahr. Die Hessiale wird Carola Schneiders erstes großes Ausstellungsprojekt in Marburg. Finanziert wird die Stelle indirekt durch die Stadt Marburg, die den Zuschuss zum Kunstverein um 30.000 Euro erhöhte.

von Uwe Badouin

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