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„Kulturszene fürchtet um ihren Bestand“

Stadt Marburg setzt Rotstift an „Kulturszene fürchtet um ihren Bestand“

Normalerweise begrüßt Dr. Gerhard Pätzold bei Ausstellungseröffnungen als Vorsitzender freundlich die Gäste und die Künstler. Am Freitagabend bei der Vernissage der Ausstellung „Knotenkopfhäkelmützenträger und andere“ von Gisela Kleinlein war alles anders.

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Mal irritiert, mal schmunzelnd betrachten Besucher die plastischen Arbeiten von Gisela Kleinlein.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. „Wir sind mehr den je auf Ihre Unterstützung angewiesen“, sagte Pätzold mit Blick auf die geplanten Finanz-Kürzungen im Kulturbereich der Stadt Marburg ( die OP berichtete). „Helfen Sie mit, wie und wo auch immer“, forderte er die zahlreichen Besucher auf und ergänzte: „Die kulturelle Bildung in Marburg darf nicht verloren gehen.“

Dafür gab es viel Applaus. Die ausliegenden Plakate und Flyer, mit denen die Marburger Kulturszene gegen die geplanten Kürzungen von bis zu zwölf Prozent pro Einrichtung vorgeht, fanden regen Absatz.

Die Ausstellung der Kunstprofessorin Gisela Kleinlein nannte Pätzold nach der umfangreichen Fotoschau „On Stage“ eine luftige, überschaubare Installation.

Am Samstag, 18. Februar, tagt zum 41. Mal das Marburger Kulturforum, ein regelmäßiges Treffen von Kulturträgern, ab 10 Uhr im Saal der Musikschule am Schwanhof. Zentrales Thema ist die „Haushaltsentwicklung und Kulturförderung“. Es geht um die Haushaltsanmeldung der Verwaltung, es wird über die geplanten Kürzungen diskutiert und es geht um die „Entscheidungsbildung in den Parteien“, wie es in der Einladung von Dr. Richard Laufner, Leiter des Fachdienstes Kultur, heißt.

Kämmerer und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies rechnet in diesem Jahr mit einem Haushaltsloch in Höhe von 5,4 Millionen Euro und spricht von einem „strukturellen Defizit“. Alle Fachdienste wurden aufgefordert, ihre Haushalte nach Einsparmöglichkeiten zu durchforsten.

von Uwe Badouin

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„Knotenkopfhäkelmützenträger“
Gisela Kleinlein steht neben ihren Basketballkörben mit einem gehäkelten Endlosschlauch. Foto: Uwe Badouin

Nach der geradezu überbordenden Fülle der Foto-Ausstellung „On Stage“ wird der Kunstverein von Gisela Kleinlein geradezu spartanisch bespielt. Zu sehen sind unter anderem ihre „Knotenkopfhäkelmützenträger“.

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