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Marburger Band zieht es nach Indien

„Unwhole“ wollen zum Bangalore-Open-Air-Festival Marburger Band zieht es nach Indien

Die junge Metal-Band „Unwhole“ aus Marburg spielt im Juni beim Bangalore-Open-Air-Festival (BOA) in Indien. Es ist das einzige Metal-Festival auf dem Subkontinent.

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Gitarrist Tobias Riemann (von links), Schlagzeuger Jens Schnetzler, Sänger Jan „Barto“ Kormann und Bassist Dany Reinhardt von der Band „Unwhole“ wollen die Marburger Metal-Szene im Juni beim Bangalore Open Air in Indien vertreten.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. „Das ist eine große Ehre für uns“, vor allem für eine junge Band, die im Vergleich zu den Partnerbands doch noch eine „kleinere Hausnummer“ darstellt, sagt Bassist Dany Reinhardt. Entsprechend groß sind Druck, aber auch Vorfreude für die Jungs, die sich fest vorgenommen haben, die Chance in Indien zu nutzen.

Headliner sind am 6.Juni übrigens „Napalm Death“ und „Belphegor“. Neben „Unwhole“ war noch eine zweite heimische Band gelistet: „Lay Down Rotten“ aus Herborn. Die haben sich allerdings laut der Zeitschrift „Metal Hammer“ nach 16 Jahren Bandgeschichte gerade aufgelöst. „Unwhole“, das sind Gitarrist Tobias „Toby“ Riemann, Schlagzeuger Jens Schnetzler, Bassist Dany Reinhardt und Sänger Jan „Barto“ Kormann.

Leidenschaft: Hardcore-, Speed- und Groove-Metal

Erst im Sommer 2012 gründete sich die Band auf Initiative von Schlagzeuger Jens Schnetzler, der Mitglieder für eine anspruchsvolle Pantera-Cover-Band suchte und schließlich zusammenführte. Regelmäßig üben die leidenschaftlichen Musiker in ihrem Proberaum am Afföller. Sie alle haben seit Jahrzehnten Erfahrungen in der Metal-Szene und anderen Bands, folgen und fordern für sich selber „ein hohes musikalisches Niveau“.

Während Jens Schnetzler und Dany Reinhardt bereits ihre Kindheit im Marburger Raum verbrachten, wuchs Tobias Riemann im Sauerland auf. Zu dem Trio stieß schließlich Jan Kormann aus Trier, nachdem die Musiker in Marburg vergeblich nach einem neuen Sänger auf dem gewünschten „speziellen Level“ gesucht hatten.

Die vier haben sich dem Hardcore-, Speed- und Groove-Metal verschrieben. Sie covern Songs bekannter Bands wie „Pantera“ oder „Tribute“. Besonders wichtig ist ihnen dabei die Übernahme der Songs „eins zu eins“, ohne Varianten, ohne bequeme Änderungen, einfach so nah am anspruchsvollen Original wie möglich. Seit 2013 tritt „Unwhole“ regelmäßig in Marburger Szene-Lokalen wie dem Clou, der Bremsspur oder dem Till Dawn auf. Sie standen beim Ragnarock-Festival in Langendorf ebenso auf der Bühne wie beim Northampton-Festival in England.

Ihre Definition von gutem Sound? „Emotionale Musik, die einfach raus muss“, betont Toby. So eng wie ihre Beziehung zur Musik, so nah stehen sich die Bandmitglieder durch ihre gemeinsame Passion. „Eine gute Band ist wie eine Familie, sie gibt dir etwas, das du kaum woanders findest“, sagt Bassist Dany Reinhardt. Nach über zwei Jahren hat sich die Band gut aufeinander eingespielt.

Nach dem erfolgreichen Schritt „musikalisch zusammen zu finden“, will sich die Band nun weiter entwickeln und demnächst eigene Songs in Angriff nehmen. Diese sollen mehr in Richtung Rock und Stoneheart-Blues tendieren. Etwas rockiger und „nicht ganz so brutal“, aber immer noch mit genügend Raum für „grandiose Wutanfälle dazwischen“, umschreibt der Sänger und künftiger Songwriter Jan Kormann.

Vorher aber steht ein Riesenprojekt bevor: Am 6. Juni wird die Band beim Bangalore Open Air Festival in Indien neben zahlreichen bekannten Gruppen aus der Metal-Szene auftreten. Der Auftritt kam, wie die Band erzählt, durch den Kontakt der Marburger zu einer bekannten indischen Metal-Band zustande Ihren nächsten Auftritt in Marburg plant „Unwhole“ im März oder April.

von Ina Tannert

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