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"Marburg Jazz Band" reißt Publikum mit

Konzert "Marburg Jazz Band" reißt Publikum mit

„The Marburg Jazz Band“ nennt sich ein Quartett um den Saxofonisten Jörg Eichberger. Am Freitag gab das Quartett im Rahmen der 8. Semana Latina ein fesselndes Konzert in der Waggonhalle.

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Saxofonist Jörg Eichberger und Sängerin Neivi Martinez auf der Bühne der Waggonhalle.Foto: Johanna Wenzel

Marburg. Die Band präsentierte eine Fusion aus lateinamerikanischen Rhythmen sowie klassischen Cool-Jazz- Elemente.

Christoph Repp sprang kurzfristig für den erkrankten Tony Zapata ein und begeisterte durch ausgedehnte Soli an den Congas im Zusammenspiel mit dem Drummer Michael Ehret. Dirk Kunz wechselte souverän zwischen Kontra- und E-Bass. Im Zusammenspiel mit dem Pianisten Vitaly Baran zeigte sich das Quartett als starke Einheit. Mehrmals ging Saxofonist Eichberger von der Bühne und zeigte hierdurch deutlich, dass es sich bei der „Marburg Jazz Band“ um ein demokratisches Ensemble handelt, in dem jedes Instrument gleichberechtigt seinen Raum zur Entfaltung besitzt. Eichberger suchte immer wieder die Nähe zum Publikum. Mit seinen ehrlichen und selbstironischen Anmerkungen schuf er eine ungezwungene Konzertatmosphäre.

Gekonnt vermied es das Quartett, allzu populäre Bossa-nova-Songs zu spielen. Im Zentrum standen eher unbekannte Standards, denen die Band eine eigene Note verlieh. Mit insgesamt vier Eigenkompositionen stellte Jörg Eichberger zudem unter Beweis, dass er nicht nur ausdrucksstarker Saxofonist, sondern auch Komponist ist. Die temporeichen Stücke bewegten das Publikum zu spontanem Applaus und Zurufen.

Komplettiert wurde das Quartett durch die Gastauftritte des profilierten Jazztrompeters German Marstatt und der Salsa-Sängerin Neivi Martinez. Trompete und Saxofon im intimen Duo, angereichert durch die treibenden Salsa-Rhythmen des Pianisten Vitaly Baran, rissen das Publikum mit. Zum Abschluss des Konzertes interpretierte Martinez mit viel Ausdruck und Rhythmus in ihrer glasklaren Sopranstimme den Bossa-nova-Klassiker Corcovado von Antonio Carlos Jobim.

von Johanna Wenzel

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