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Ausflug in fantastische Welten

Marburg-Con Ausflug in fantastische Welten

Fantastische Welten und fantasievolle Bilder: Bei der Marburg-Con kamen zahlreiche Fans fiktiver Geschichten zusammen. Verliehen wurde dabei auch wieder der Marburg-Award für Kurzgeschichten.

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Fantasy-, Horror- und SciFi-Fans stöberten bei der Marburg-Con in den Auslagen der Verlage.

Quelle: Patricia Grähling

Niederweimar. Die Marburg-Con hat sich zu einer namhaften, kleinen Messe unter ­Fantasy-Freunden entwickelt: Mehr als 220 Besucher aus ganz Deutschland kamen in das Bürgerhaus in Niederweimar, wo sie mit Autoren und Verlegern ins Gespräch kamen, in Neuerscheinungen kleiner Fantastik-Verlage blätterten oder sich in Lesungen in unglaubliche Welten entführen ließen.

An 25 Ständen präsentierten Autoren, Verleger und Fantastik-Gruppen aus der gesamten Bundesrepublik ihre Werke und Angebote. Viele neue, noch relativ unbekannte Titel fanden sich da – ebenso wie in der Szene bekannte Autoren. Die Besucher, die sich dicht an die Stände drängten, stöberten dabei nicht nur in Büchern, sondern auch in farbenfrohen Bildern mit fantastischen Motiven und in ­einer Auswahl an Comics. Neben den Werken selbst stand bei der Marburg-Con aber vor allen Dingen der Kontakt zwischen Lesern, Verlegern und Autoren im Vordergrund: An den Ständen tauschten die Fantasy-Fans Tipps über ihre Lieblingsbücher aus, unterhielten sich über Geschichten und über ihre Lieblingscharaktere – und sparten dabei nicht mit Lob oder Kritik.

Heimische Autoren stellen „Wächter-Chroniken“ vor

Angereist sind laut Thomas Vaterodt rund 100 Besucher aus Deutschland, die das gesamte Wochenende mit den Fantasy-Freunden aus Marburg und Umgebung verbracht haben, etwa bei gemütlichen Runden, Lesungen und Gesprächen. Der größte Teil der Besucher komme jedoch mittlerweile aus der Region. „Uns freut besonders, dass diesmal viele Menschen aus der Region kamen, die eigentlich gar nichts mit fantastischer Literatur zu tun haben und sich einfach mal überraschen lassen wollen und auf uns einlassen“, lobte der Veranstalter.

In zwei separaten Räumen gab es zudem den ganzen Tag Programm: Hier lasen verschiedene Autoren aus ihren Werken vor, erklärten dem Publikum ihre Ideen und standen für Fragen zur Verfügung. Darunter waren auch zwei heimische Autoren: Jens Womelsdorf und Christian Kopp stellten die „Wächter-Chroniken“ – ein Buch mit Kurzgeschichten, die in der Welt Caldris spielen und die Geschehnisse aus dem Roman „Wächter der letzten Pforte“ ergänzen. Die beiden Autoren führten mit ihren Kurzgeschichten in den Strudel der Ereignisse, die mit dem Roman beginnen. „Es gibt aber auch Geschichten, die parallel oder zu anderen Zeiten spielen“, so Kopp.

Erster Preis geht an Sonja Hermeneit

Gemeinsam haben sie manchmal nur die Welt, in der sie angesiedelt sind. Manchmal tauchen bekannte Charaktere auf, manchmal auch völlig neue. Mehrere Autoren haben an dem Projekt mit ihren Kurzgeschichten mitgewirkt.

Verliehen wurde auch der Marburg-Award, den der Marburger Verein für Phantastik bereits seit 1990 auslobt. Dafür hatten die Veranstalter vorab dazu aufgerufen, Kurzgeschichten zum Thema „Finstere Übernahme“ einzureichen. „Die Interpretationen waren ganz unterschiedlich und teilweise sehr überraschend“, sagte Vaterodt.
Den ersten Preis übergab die Jury für „Ihre Entscheidung!“ an Sonja Hermeneit. Anke Höhl-Kayser überzeugte mit „Die Welt retten“. Den dritten Platz machte Anja Buchmann mit „Entmietung“, den vierten Platz belegte Julia Annina Jorges mit „Symbiose“.

von Patricia Grähling

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