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„Man möchte sie nicht missen“

Frabkfurter Buchmesse „Man möchte sie nicht missen“

Auch nach 500 Jahren Bestand hat die Frankfurter Buchmesse mit ihren rund 7000 Ausstellern und nicht an Relevanz verloren. Für drei Marburger Verlage ist sie ein Muss.

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Mit Hochdruck räumen Verlage – wie Ursula Leßke am Stand des Coppenrath Verlags – auf dem Gelände der Buchmesse Bücher in die Regale. Foto: Arne Dedert/dpa

Quelle: Arne Dedert

Marburg. Bis Sonntag heißt es wieder stöbern, diskutieren und informieren in der weltgrößten Messe ihrer Art. Dieses Event lassen sich auch Marburger Verlage nicht entgehen. „Man möchte sie nicht missen“ sagt Annette Schüren, die Geschäftsführerin des Schüren-Presseverlages, über die Frankfurter Buchmesse. Auch Dieter Mayer-Gürr, der Geschäftsführer des Jonas-Verlages aus Marburg, unterstreicht die Bedeutung der Frankfurter Buchmesse in Zeiten, in denen Online-Versandhändler wie Amazon eine immer größer werdende Konkurrenz zum traditionellen Buchhandel darstellen. Die Messe sei ein zentraler Ort für den direkten Austausch mit Autoren, Presse und Lesern, der über Internetportale in dieser Intensität nicht hergestellt werden könne, betont Mayer-Gürr.

Drei Marburger Verlage sind in Frankfurt vertreten: der Jonas-Verlag, der Schüren-Presseverlag und der Wissenschaftsverlag Tectum, dem vor zwei Jahren mit dem Wirtschafts-Sachbuch „Der größte Raubzug der Geschichte“ von Matthias Weik und Marc Friedrich ein echter Bestseller gelang. Das Buch verkaufte sich mehr als 100000 Mal.

Tectum legt seinen Schwerpunkt auch in diesem Jahr vor allem auf wirtschaftskritische Lektüre. Ein Beispiel ist der Titel „Kapital Macht Politik. Die Zerstörung der Demokratie“, mit dem Harald Trabold die Frage nach der Macht der Finanzmärkte und Großkonzerne über die Politik stellt. Es ist der Top-Titel des Marburger Verlags.

Seit 1987 hält sich der kleine Jonas-Verlag auf dem umkämpften Buchmarkt mit seinen Programmschwerpunkten Fotografie, Kulturforschung, Kunstwissenschaft und Baugeschichte sowie Büchern mit regionalem Bezug.

Die wichtigsten Messeneuheiten sind „Zigaretten - Fronten“ von Rainer Gries und Stefan Rahner und „Bilder zum Judenmord“ von Kathrin Hoffmann-Curtius. Griess und Rahner werfen einen Blick auf „die politischen Kulturen des Rauchens in der Zeit des Ersten Weltkriegs“. Hoffmann-Curtius präsentiert eine kommentierte Sammlung von Malereien und Zeichnungen in der Zeit von 1945 bis zum Auschwitz-Prozess.

Der Schüren-Verlag hat seit Anfang der 1990er Jahre einen medienwissenschaftlichen Schwerpunkt. In diesem Jahr präsentiert er eine Porträtsammlung über Frauen im Filmbusiness. In dem Buch „Wie haben Sie das gemacht? Aufzeichnungen zu Frauen und Filmen“ stellen Claudia Lenssen und Bettina Schoeller-Bouju Frauen vor, die über ihre Tätigkeiten, Erfahrungen und Erlebnisse in dieser noch immer weitgehend von Männern dominierten Branche berichten.

Die genannten Beispiele sind nur kleine Ausschnitte aus dem Programm der Marburger Verlage. So rät auch die promovierte Historikerin Annette Schüren ihren Lesern, in Buchhandlungen oder eben diese Woche bei der Frankfurter Buchmesse, nach der richtigen Lektüre zu suchen.

Die Stände der Marburger Verlage: Tectum-Verlag,Halle 3.1, Stand C1; Jonas Verlag, Halle 4.1, Stand F 91; Schüren-Verlag, Halle 3.1, Reihe B, Stand 119.

von Caroline Stockmann und Uwe Badouin

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