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Malen mit dem Fotoapparat

Ausstellung Malen mit dem Fotoapparat

„Malende Fotografie“ nennt Gerhard Dippel seine aktuelle Ausstellung in der Galeria Bruno P. in der Brüder-Grimm-Stube.

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Begeisterung für die Kunst: Der Galerist Bruno Paoletti (links) und der Künstler Gerhard Dippel. Foto: Bettina Preussner

Marburg. Seine faszinierenden Fotos zeigen geheimnisvolle Farben und Formen, die nur erahnen lassen, was abgelichtet wurde: eine Gasse, eine Gruppe Menschen, ein kleiner Wald. Dippels Fotografien sind unscharf und das mit voller Absicht. Sie spielen ganz bewusst mit der Spannung zwischen Realismus und Abstraktion.

„Normalerweise geht man in der Fotografie von Schärfe aus“, erläutert der Künstler. „Ich wollte etwas ganz anderes machen. Ich bewege meine Kamera wie einen Pinsel.“ Der Reiz der Bilder entstehe durch das Zusammenspiel zwischen scharfen und weniger scharfen Elementen. „Ich will eine Illusion schaffen“, sagte der Künstler weiter. Aus der Wirklichkeit entstehe so ein Kunstwerk mit einer ganz eigenen Atmosphäre.

Viele der Fotografien sind in Marburg entstanden. Hier leuchtet eine Häuserzeile in der Ketzerbach in den schönsten Farben, dort eine verschwiegene Gasse in Weidenhausen oder eine Brücke über die Lahn. Aber auch auf Reisen, in Spanien und Italien, hat Dippel seine Fotos geschossen. Oft sind es die Nebensächlichkeiten, die er ins Bild rückt: Menschen im Museum, eine einzelne Statue, ein kleiner versteckter Platz. Zudem hängt sein Herz an der Sportfotografie.

Gerhard Dippel, der von Beruf Arzt ist, fotografiert schon seit seiner Jugend mit Begeisterung. Seit 2010 hat er die künstlerische Fotografie für sich entdeckt. „Neben meinem Beruf verbringe ich fast jede freie Minute mit Fotografieren“, sagt er. Für Dippel ist die Schau in der Galeria Bruno P. bereits die fünfte Einzelausstellung in Marburg.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr. (Am Markt 23).

von Bettina Preussner

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