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Magie oder purer Zufall?

„Magic in the Moonlight“ Magie oder purer Zufall?

Kommendes Jahr wird Woody Allen 80. Doch von Altersruhe ist der umtriebige Filmregisseur weit entfernt. In seiner Liebeskomödie „Magic in the Moonlight“ schickt er Colin Firth ins Südfrankreich der 1920er Jahre.

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Wahrsagerin Sophie (Emma Stone) verdreht nicht nur dem Zauberer Stanley den Kopf.

Quelle: Gravier Productions

Marburg. In seinem neuen Film „Magic in the Moonlight“ erzählt Woody Allen von Trickbetrügern, die zwischen Schein und Sein wechseln und dabei selbst etwas die Orientierung verlieren. Oscar-Preisträger Colin Firth („The King‘s Speech“) spielt den Briten Stanley, der sich in den 1920er Jahren als chinesischer Zauberer verkleidet und mit seinen Taschenspielertricks großen Erfolg auf Bühnen quer durch Europa hat.

Hinter der Zaubererkulisse gibt sich Stanley als Rationalist, der Magie jedweder Art kategorisch ausschließt: Es gibt keinen siebten Sinn, nur Zufälle, ist er überzeugt. So sind dann auch seine Bühnentricks stets mit verborgenen Falltüren oder kaum sehbaren Fäden erklärbar.

Eines Tages taucht sein alter Freund Howard bei ihm auf und bittet um Hilfe. Howard berichtet, ein gut betuchter Bekannter habe sich in eine junge Wahrsagerin verguckt. Ausgerechnet Illusionskünstler Stanley soll der mutmaßlichen Schwindlerin an der französischen Côte d‘Azur das Handwerk legen. Die jedoch zeigt erstaunlich präzise hellseherische Eingebungen – und so sinniert Stanley alsbald, ob es überirdische Kräfte vielleicht doch geben könnte.

„Magic in the Moonlight“ schafft es nicht, an den Vorjahreserfolg „Blue Jasmine“ anknüpfen; zu klischeehaft ist die Handlung, zu stereotyp sind die Figuren. Emma Stone („Spiderman 2“) kann als elfengleiches Wesen noch so großäugig-anmutig in die Kamera blicken, die titelgebende Magie ist nicht spürbar.

Dass Colin Firth als britischer Gentleman in seiner Standardrolle besetzt ist, ist ebenso wenig überraschend wie die Story an sich. Die einzig mögliche Magie ist die Liebe, so lässt sich das Happy Ending verstehen. Solide gemacht, aber absehbar.

  • Der Film läuft im Filmkunsttheater Kammer.

von Wolf von Dewitz

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