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Märchen wird zum Open-Air-Musical

Hessisches Landestheaters zeigt „Cinderella“ Märchen wird zum Open-Air-Musical

Am Donnerstag fiel im Rathaus der Startschuss für die Proben zum diesjährigen Open-Air-Spektakel. „Cinderella – A Rock’n’Roll Fairytale“ hat am 13. Juni Premiere auf dem Marktplatz.

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Der Technische Leiter des Hessischen Landestheaters Marburg, Fred Bielefeldt, erläuterte am Modell die Bühne, die wie stets ihren Platz auf dem Marktplatz haben wird.

Quelle: Mymedia GmbH

Marburg. Zuletzt wurden den Schauspielern und Mitarbeitern vor drei Jahren im Rathaus bei einer Konzeptionsprobe die Ideen zum aktuellen Open-Air-Spektakel vorgestellt. In den vergangenen drei Jahren wurden Komödien von William Shakespeare während des Theatersommers gespielt.

Nun steht erstmals ein Märchen der Brüder Grimm auf dem Spielplan. Gespielt wird wie immer auf dem Marktplatz – nur wenige Meter von dem Ort entfernt, wo Wilhelm und Jacob Grimm seinerzeit in Marburg wohnten.

Märchen seien vom Kern her immer noch sehr heutig, erklärte der Intendant des Hessischen Landestheaters Marburg, Matthias Faltz. Das Glück und der plötzliche Aufstieg wie durch Magie sei auch heute noch ein Traum vieler. Als Beispiel dafür nannte er die Casting-Shows im Fernsehen. Deren Prinzip wird in der Inszenierung beim aktuellen Theatersommer aufgegriffen, wenn es auf dem Marktplatz heißt: „Prinz sucht Frau.“

Musik von Eddie Cochran peppt Aschenputtel auf

Die Regie führt dieses Jahr wieder Matthias Faltz, der wie vor vier Jahren von Chefdramaturg Alexander Leiffheidt unterstützt wird. Da Leiffheidt allerdings wie einige andere zur nächsten Spielzeit das Theater verlassen wird, ist dies zugleich die letzte gemeinsame Produktion von Faltz und Leiffheidt.

„Es geht immer um einen Helden, der es schafft, gegen bestehende Verhältnisse aufzusteigen“, stellte Leiffheidt bei der Probe fest. Für den Theatersommer wird der Märchenklassiker „Aschenputtel“ nun als „Cinderella – A Rock’n’Roll Fairytale“ in die heutige Zeit versetzt werden. Musik aus der frühen Zeit des Rhythm and Blues, etwa von Jackie Wilson oder Eddie Cochran, sollen die Rebellion dieser Bewegung, aber auch die der Schauspielcharaktere widerspiegeln.

Beim ersten Anlesen kam die Musik sofort gut bei den Beteiligten an. Manche wippten mit, andere fingen an mitzusingen. Dies wird bei der Aufführung auf dem Marktplatz ein 30-köpfiger Chor übernehmen, der vom musikalischen Leiter Michael Lohmann geführt wird. Hinzu kommt eine fünfköpfige Band.

Rathaus kommt hinter Gitter

Auch in der Choreographie und bei den Kostümen wird sich diese Mischung wiederfinden. Choreographin Ekaterina Steckenborn will sich besonders auf den Rock ’n’ Roll der 50er Jahre stützen, aber auch andere Elemente verwenden, wie Contemporary Style oder Voguing, eine Tanzbewegung aus den 80ern, bei der Posen aus Modemagazinen zitiert werden.

Bunt gemischt sind auch die Vorstellungen von Annie Lenk zu den Kostümen. Sie stellte ihre Entwürfe mit Märchenelementen, historischen Elementen mit Orden und Prunk vor. Und einen gläsernen Schuh gibt es auch.

Für das Open-Air-Spektakel wird auch dieses Jahr wieder die Kulisse des historischen Marktplatzes voll genutzt – auch die Fenster im Rathaus. Eine 5,70 Meter hohe Stahlkonstruktion wird eingesetzt. Verschiedene Wege, Podeste und Treppen rund um den Marktplatz werden für den Andrang der Castingbewerberinnen beim großen Ball zur Verfügung stehen, so der Technische Leiter Fred Bielefeldt.

Der Kartenvorverkauf zum Theatersommer startet Mitte nächster Woche.

von Mareike Bader

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