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Mads Mikkelsen im Wilden Westen

Neu im KIno Mads Mikkelsen im Wilden Westen

Western, Gruselschocker, Biopic oder Komödie: Auch außerhalb des „Final Cut“-Festivals bieten die neuen Filme Unterhaltung für jeden Geschmack.

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Gemeinsam sind sie stark, die Witwe des Killers hat sich auf die Seite von Jon geschlagen (links Eva Green, rechts Mads Mikkelsen).Foto: Concorde

Marburg. Schöne Frauen, schießwütige Männer: Der Film „The Salvation - Spur der Vergeltung“ fängt an wie eine Schmonzette, wird aber schnell zum ruchlosen Rachefeldzug. Denn als Westernheld Jon alias Mads Mikkelsen seine Familie verliert, beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

Der Film beginnt an einem stereotypischen Ort, einem Bahnhof im mittleren Westen Amerikas. Das Gebäude an den Schienen ist nicht viel mehr als ein Bretterverschlag. Die staubige Hitze überzieht die Gesichter mit Dreck und Schweiß. Die Farben des Films sind auf Sepiatöne reduziert. Die Eröffnungsszenen zelebrieren in Zeitlupe die historischen Kostüme. Ein Fleckchen Erde, wie geschaffen für großes Drama. Und das lässt nicht lange auf sich warten.

Schauplatz, Ausstattung, Entwicklung des Helden: Regisseur Levring zollt den klassischen Western Tribut. Auch der Konflikt folgt den Gesetzen des Genres. Der Film verläuft genau so, wie man es von einem Western erwartet. Die Geschichte erhebt keinen Anspruch auf einen tieferen Sinn. Wer darauf einen Kinoabend lang verzichten mag, der sieht einen Rachekracher voller Schießereien und mit einer guten Besetzung.

Bemerkenswert in der Riege der Darsteller sind außer Mikkelsen und Morgan auch der britische Altstar Jonathan Pryce und vor allem Ex-Bond-Girl Eva Green. Denn der einzig spannenden, weiblichen Figur - Madelaine - wurde zwar von Indianern die Zunge herausgeschnitten, Frauen haben in dieser Welt ohnehin nichts zu sagen. Doch Greens trotziger, stummer Auftritt bleibt im Gedächtnis haften. Überhaupt kommt dieser Vergeltungstrip ohne viele Worte aus. Das bleibt schließlich auch als Botschaft hängen: Wer auf Rache sinnt, redet nicht viel, sondern schießt.(dpa)

Der Film läuft im Cineplex.

Annabelle: Fans des Horrorschockers „Conjuring - Die Heimsuchung“, der im Sommer 2013 in die deutschen Kinos kam, werden sie bereits kennen: Annabelle, die Holzpuppe. In diesem Prequel nun zu „The Conjuring“ geht es um ein junges Ehepaar, das ein Kind erwartet. John möchte seiner Frau ein besonderes Geschenk machen. Also überrascht er Mia, die Puppen sammelt, mit einem seltenen Exemplar: einer historischen Holz-puppe im weißen Hochzeits-kleid. Die Holzfigur aber bringt dem jungen Paar kein Glück, bald schon geschehen unheimliche Dinge. Regisseur John R. Leonetti war bei „The Conjuring“ bereits als Kameramann tätig. Dessen Fortsetzung, „The Conjuring 2“, soll Ende 2015 in die Kinos kommen.(dpa)

Der Film läuft im Cineplex.

Get On Up: In der Filmbiografie des Soul-Urvaters James Brown glänzt ein Newcomer: Hauptdarsteller Chadwick Boseman. Er macht Spagat, dreht die Hüften und gibt eine rasante Performance. Neben dem Showman zeigt Regisseur Tate Taylor („The Help“) aber auch, wie gut James Brown abseits der Bühne war: In Verhandlungen weiß er stets den besten Deal zu ergattern. Dabei ist selten hinter die Fassade des Künstlers zu blicken, zuviel Psychologie geht Taylor aus dem Weg. Zeitsprünge und Ortswechsel sorgen für ein unkonventionelles, episodisches Porträt, das der energetischen Funk-Legende durchaus entspricht.(dpa)

Der Film läuft im Capitol.

Ein Geschenk der Götter: „Antigone“ mit Arbeitslosen, griechische Antike in Ulm - das ist „Ein Geschenk der Götter“. Regisseur und Drehbuchautor Oliver Haffner hat einen hochsympathischen Film gedreht, in dem es um eine Gruppe Langzeitarbeitsloser geht, die Sophokles einstudieren. Angeführt werden sie dabei von der gerade entlassenen Schauspielerin Anna (Katharina M. Schubert), die so lernt, mit ihrem Leben abseits des Applauses umzugehen. Haffner gelingt es, den Charakteren Tiefe zu verleihen, ohne dabei zu viel erklären zu wollen. Eine schöne Hommage an die Magie des Theaters.(epd)

Der Film startet im Filmkunsttheater Atelier

nAußerdem starten: „Prinz Ribbit“, „The Riot Club“ sowie „Amma & Appa“.

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