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Wenn Städtepartnerschaft richtig rockt

MaNo-Musikfestival in Marburg Wenn Städtepartnerschaft richtig rockt

Zum 22. Mal findet in Marburg das MaNo-Musikfestival statt. Das von Musikern organisierte Festival wurde am Donnerstag eröffnet. Am diesen Samstag endet es mit Konzerten in 13 Klubs.

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Sehr gut besucht war das Auftaktkonzert des MaNo-Festivals in der Waggonhalle.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Voll war es am Donnerstagabend in der Waggonhalle. Ausgelassen feierten Zuschauer jeden Alters die Bands aus den Partnerstädten, die traditionell des Festival eröffneten und mit viel Spaß ihre Songs präsentierten. Die „Vic Suhr Band“, deren Mitglieder aus Deutschland und England stammen, machte den Anfang und wurden abgelöst von melodiöser Folkmusik der Formation „Violette“ aus Poitiers. Auch das Duo „J&B“ aus Maribor beeindruckte das Publikum sowohl mit Eigenkompositionen als auch mit Coversongs.

Sobald danach die ersten Zeilen des „Creedence Clearwater Revival“-Klassikers „Proud Mary“ erklangen und das Publikum ahnte, was kommt, sprangen auch die letzten der noch sitzenden Besucher auf. Die „Sandra Peschke Band“ aus Eisenach hatte nicht nur eine Sängerin zu bieten, die mit starker, voluminöser und tiefer Stimme ganze Hallen füllen könnte, sondern neben zwei Akustik-Gitarren und einem Cajón zudem eine versierte Geigerin, die auch in den hohen Lagen ihr Können unter Beweis stellte. Mit „Der Turm stürzt ein“ der legendären Band „Ton Steine Scherben“, setzte die Gruppe der Freiheit und dem guten Leben ein Denkmal und setzte auch ein Signal gegen Rechts. Dafür gab es viel Applaus vom Marburger Publikum.

Auftaktkonzert am Donnerstagabend in der Waggonhalle.

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Die tunesische Band „Instaban“ präsentierte eine große musikalische Vielseitigkeit. Die Musiker starteten mit einer gekonnten Soulnummer, die vom Publikum mit Rufen und Pfiffen begeistert gefeiert wurde. Auch kleinere Probleme am Keyboard wurden sofort verziehen, da die Band definitiv überzeugte.

Mit griffigen Riffs an der E-Gitarre, gekonnten Soli und einer Sängerin mit großer stimmlicher Bandbreite wurden Klassiker wie „Respect“ genauso vielseitig und stark präsentiert wie Songs in arabischer Sprache – etwa das Lied „Mahboubi“. Die strahlende „Instaban“-Sängerin brachte noch mehr gute Laune unter das ohnehin schon in Schwung gekommene und tanzende Publikum.

Es folgten die Musiker von „Sill Crazy“ aus der rumänischen Partnerstadt Sibiu mit geradlinigem Hard-Rock und treibendem Heavy Metal. Auch der neben Marburg zweite Namensgeber des Festivals, Northampton, durfte nicht fehlen. Die Engländer „Deaf Trap“ brachten harmonischen Indie-Rock in die Waggonhalle und Will Sey beeindruckte mit seiner Akustik-Gitarre und erinnerte an eine Mischung zwischen Radiohead, Ben Howard und José González. Es war ein rundum gelungener Abend, mehr Musik unterschiedlichster Stilrichtungen gibt es Samstagabend in 13 Marburger Klubs.

von Nigar Ghasimi

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