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Literaturpreis für Galsan Tschinag

Lesung im Café Vetter Literaturpreis für Galsan Tschinag

Der mongolische Schriftsteller Galsan Tschinag erhält am Sonntag, 18. November, im Café Vetter den Literaturpreis der Neuen Literarischen Gesellschaft Marburg.

Marburg. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird zum ersten Mal vergeben. Das Besondere: Tschinag wurde von den Mitglieern des ältesten Marburger Literaturvereins ausgewählt - auch der größte Teil des Preisgeldes wurde von den Mitgliedern gestiftet. Den Preis überreichen wird Oberbürgermeister Egon Vaupel.

Vor der feierlichen Preisverleihung wird Galsan Tschinag ab 11 Uhr im Café Vetter seinen aktuellen Roman „Gold und Staub“ vorstellen. Tschinag ist Schamane seines Volkes, der Tuwa. Seine Romane schreibt er in deutscher Sprache, was sehr ungewöhnlich ist. Immer wieder greift er alte Mythen der Steppenbewohner auf, transportiert sie in die Moderne. Auch in seinem Roman „Gold und Staub“ thematisiert er das Uralte, Unglaubliche inmitten einer Welt, in der Profitgier die Natur zerstört. In dem funkelnden, ebenso heiteren wie nachdenklichen Roman führt Tschinag die Leser in den innersten Kreis seines Lebens in der mongolischen Steppe. Ein Jahrhundertgedanke hat sich in seinem Hirn festgesetzt: Mit einer Million Bäume will er die Steppe begrünen. Der erste Schritt: Der öde, zerfallene Friedhof der Ahnen soll wieder hergerichtet werden. Doch dabei tun sich zahlreiche Hindernisse auf. Die Stammesleute fürchten die Geister der Toten, es fehlt an Geld, Material und Durchhaltewillen. Kann er sich auf seine Schamanenschwester verlassen? Da taucht in der Jurte des Stammesführers eine rätselhafte, blonde, berückend schöne Kasachin auf.

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