Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Lieder vom Frühling, vom Tod und von Prinzen

Matthias-Claudius-Abend Lieder vom Frühling, vom Tod und von Prinzen

Musiker, Sänger und Sprecherin ehrten Matthias Claudius mit Wort und Musik.

Voriger Artikel
Warum muss ein 
Ritter tanzen können?
Nächster Artikel
Durch Engpässe zum Traumberuf

Der Kirchenchor Erndtebrück, der Chor der Markuskirche und das Marburger Onzemble sangen vertonte Gedichte von Matthias Claudius.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Der Kirchenchor Erndtebrück, der Chor der Markuskirche Marbach und das Marburger Onzemble präsentierten in der Markuskirche ein anspruchsvolles Programm, das ganz dem vor 200 Jahren verstorbenen Dichter Matthias Claudius gewidmet war. Beim Kirchenchor Erndtebrück war Helmut Krumm für die Einstudierung zuständig, die Gesamtleitung hatte Wolfgang Krumm.

„Der Mond ist aufgegangen.“ Kaum jemand, der dieses Lied nicht kennt. Eigentlich ist es ein Gedicht: „Abendlied“, von Matthias Claudius. Vertonungen von verschiedenen Komponisten rahmten den Abend ein. Nach dem Gedicht „Brief an den Mond“ und zwischen drei kurzen Blöcken mit biografischen Notizen trugen die drei beteiligten Chöre die ersten Strophen vor, am Schluss der Konzertlesung stand die letzte Strophe.

Das „Morgenlied eines Bauern“ (Musik: Johann Friedrich Reinhardt) und „Ein Sternlein stand am Himmel“ (Musik: Max Reger), das der Dichter seiner mit 21 Jahren verstorbenen Tochter Christiane gewidmet hat, waren ebenso vertreten wie „Frühling“, „Der Tod und das Mädchen“ und „Der edle Prinz“.

Als Instrumentalisten gestalteten Reidar Seeling am Klavier und Ina Himmelmann am Violoncello das Programm mit. Die vertonten Gedichte wechselten sich mit Rezitationen ab, die die Schauspielerin Erika Spalke übernahm. Sie war für die Konzertabende aus Bremen in ihre alte Heimat gekommen, wo sie von 2000 bis 2002 am Hessischen Landestheater spielte.

Extra angereist war auch Rudolf Suthoff-Gross. Der Kirchenmusiker aus Braunschweig hat das „Kriegslied“ von Matthias Claudius vertont – und erlebte bei den Konzertlesungen in Erndtebrück und Marburg die Uraufführung seines Werkes.

Matthias Claudius (1740 bis 1815), Vater von elf Kindern, Dichter und Journalist, inspirierte zahlreiche Musiker und Komponisten mit seiner Lyrik. „Der Mond ist aufgegangen“ etwa wurde über 70 Mal vertont. Am Ende des Abends bekamen alle Beteiligten zu Recht großen Applaus.

von Nadja Schwarzwäller

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr