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„Lieber Udo, mein Arzt hat mir Rock’n’Roll verboten!“

Lesung „Lieber Udo, mein Arzt hat mir Rock’n’Roll verboten!“

Im Marburger Café Vetter spielte er mit 17 zum ersten Mal Jazz. Am Samstagabend kehrte der 71-jährige Olaf Kübler mit Saxophon und Geschichten, die sein Leben schrieb, zurück nach Marburg.

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Olaf Kübler fesselte sein Publikum mit Anekdoten aus seinem Musikerleben - und natürlich mit seiner Musik.

Quelle: OP

Marburg. Ein entspannter Olaf Kübler plauderte im unterirdischen Gewölbe einer Kasematte aus dem Nähkästchen, von „damals, als die Musik noch handgemacht und mundgeblasen war“. Von seinem Ausflug mit Sting auf den Kiez, vom Nasenpuderkönig – kurz: Kübler kennt die Drogeneskapaden und das exzessive Leben der Stars.

Er traf sie alle und trat mit vielen von ihnen auf: Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen, Peter Maffay, The Police, Elvis, Ike Turner. Und warum ist er selbst nie so berühmt geworden? „Kübler ist ja ’n Loser“, hörte der Saxophonist die Leute immer wieder sagen. Er hat sich dem Welterfolg verweigert, ließ sich nie verbiegen und lernte aus eigener Anschauung, dass die ausbeuterische und aufzehrende Welt der Rock- und Popikonen nicht seine Welt ist.

Auf Lindenbergs Angebot, erneut im Panikorchester mitzuspielen, schrieb Kübler ihm einen Brief: „Lieber Udo, mein Arzt hat mir jeglichen Kontakt mit dem Rock’n’Roll verboten!“ Kübler hat seine Erlebnisse in dem autobiographischen Buch „Sax oder nie! Die Bekenntnisse des Johnny Controlletti“ festgehalten. Daraus erzählte er am Samstag drastisch, zynisch und manchmal übertrieben.

von Katrin Bäuerle

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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