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Letzte Wissensschlacht in alter Form

Science Slam Letzte Wissensschlacht in alter Form

Am Samstag, 16. Mai, geht ab 21 Uhr im Hessischen Landestheater der wohl letzte Science-Slam der Spielzeit über die Bühne. Fans müssen sich beeilen - die Wissenschaftsshow ist (wie immer) bereits nahezu ausverkauft.

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Die Moderatorin Dr. Christine Tretow (Mitte) und ihr Assistent Abhi (vorne links) beenden in Marburg die Science-Slam-Reihe. Das Foto zeigt sie mit den Teilnehmern des Slams, der Ende Februar im Landestheater über die Bühne ging.

Quelle: Landestheater

Marburg. „Der finale Countdown des Marburger Science Slams läuft“, meldet das Hessische Landestheater. Nach 13 Slams mit 66 brillanten Wissenschaftlern und dem stets heiteren indischen Assistenten Abhi heißt es am 16. Mai auf der Bühne des Landestheaters zum letzten Mal: „Ich heiße Dr. Christine Tretow und Sie herzlich willkommen.“

Dr. Christine Tretow, die stellvertretende Intendantin des Hessischen Landestheaters, hat die Reihe in der Universitätsstadt etabliert und nach dem Vorbild der populären Poetry Slams in den vergangenen fünf Jahren zu einem Publikumshit gemacht. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten war jeder Slam ausverkauft, und das meist Wochen vorher. Der Science Slam entpuppte sich als Publikumshit und ist eine der erfolgreichsten Reihen am Landestheater.

Es wird weitergehen

Wie die OP berichtete, verlässt Dr. Tretow nach fünf Jahren das Landestheater - zusammen mit zahlreichen weiteren Mitgliedern des Ensembles und der Leitungsebene des Theaters. Tretow wird stellvertretende Geschäftsführerin des Siegener Apollo-Theaters. Das ist ein reines und recht erfolgreiches Bespieltheater ohne eigenes Ensemble. Sie wird den Science Slam mit nach Siegen nehmen. Auch Siegen hat eine Universität, wenn auch bei weitem keine so traditionsreiche wie Marburg. An der 1972 gegründeten Universität sind aktuell rund 19000 Studierende eingeschrieben. Tretow ist zuversichtlich, dass der Science Slam auch dort ein Erfolg werden kann.

Das bedeutet aber nicht, dass der Science Slam in der Wissenschaftsstadt Marburg vor dem Aus steht: Es wird weitergehen, betonte Intendant Matthias Faltz. Aber eben ohne Christine Tretow.

Die Moderation und Organisation der Reihe ist noch offen. Faltz will sich mit seinem neuen Marketingchef Janosch Pommerenke beraten, der aus Hamburg nach Marburg kommt. Sicher ist nur: Im Herbst wird es wieder einen MarburgerScience Slam geben.

"Hirn, wir brauchen Hirn"

Beim letzten Science-Slam mit Christine Tretow in Marburg treten fünf Wissenschaftler an. Eröffnet wird die Wissensschlacht (außer Konkurrenz) von Uwe Lambach, der als führender Vertreter der Deutschen Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus das Universum Entenhausens erforscht und erklärt, was es dort mit Pseudopetasien sowie Onomatopoesie auf sich hat.

Althistoriker Dr. Patrick Reinard deckt auf seiner Zeitreise ins alte Rom auf, warum Quadratus einen Kater hat, Numerius seinen Hund vermisst und Apollonius gebraten wird.

Politikwissenschaftler Constantin Alexander zieht es eher zu unseren heutigen Politikern und der Frage, warum gerade sie kraft- aber selten würdevoll in Bratwürste beißen. Biologe Dr. Simon McGowan beschäftigt sich und uns unter dem Motto „pimp my Bioplast“ mit Biokunststoffen und deren Tuning, während sich Neurowissenschaftlerin Franca Pariane Lesemann dem Psychopathen in uns Menschen widmet und uns zuruft: „Hirn, wir brauchen Hirn“.

von Uwe Badouin

Karten
Karten gibt es an der Theaterkasse in der Galeria Classica. Sie ist montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr und samstags von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet. Weitere Infos hier.
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