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Leser und Autoren rücken zusammen

Francke-Verlag präsentierte seine Schriftsteller Leser und Autoren rücken zusammen

Ein bunt gemischtes Programm mit Lesungen und Diskussionen bot das dritte Autoren-Festival des Marburger Francke-Verlags am vergangenen Samstag.

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Die Autorinnen Irma Joubert (von links) aus Südafrika, Lisa Wingate aus den USA, die Übersetzerin Sabine Weißenborn, Karen Witemeyer aus den USA und Martina Groß stellten sich auf der Bühne des Theaters am Schwanhof ihren Lesern vor.

Quelle: Friederike Hagel

Marburg. Besonders die Autorenlesungen in der Francke-Buchhandlung sowie in den Räumlichkeiten des Hessischen Landestheaters am Schwanhof fanden großen Zulauf.

Vorgestellt wurden nicht nur Romane internationaler Autorinnen und Autoren, sondern auch Ratgeber, Kinderbücher und Biographien mit Fokus zu Fragen des geistlichen Lebens.

Auftakt der Lesungen war die Präsentation der Bestseller-Autorin Irma Joubert. Die in Südafrika lebende passionierte Lehrerin präsentierte ihren neu 
 erschienenen Roman „Sehnsuchtsland“.

Zerrissenheit zwischen Kulturen und die Versöhnung der Konfessionen ziehen sich durch ihr schriftstellerisches Werk. Dabei beweist sie eine große Sensibilität für historisch entstandene Konflikte. Wahre Begebenheiten treten auf humorvolle Weise in Dialog mit den Charakteren ihrer Romanfiguren.

Psychotherapeut gibt Verhaltenstipps

Doch nicht nur Romane seien Schwerpunkte des Francke-Verlags, so der Geschäftsführer Dr. Klaus Meiß. Auch die Herausgabe von Biographien, Ratgebern und Sachbüchern sind Schwerpunkt der Verlagsarbeit.

Ein Beispiel dafür ist der Heidelberger Psychotherapeut Jörg Berger. Er stellt in seinem Ratgeber „Stachelige Persönlichkeiten“ die Frage „Was ist der Mensch?“ und macht so auf den Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten in Alltagssituationen aufmerksam.

Jenseits der üblichen Typologien kreiert er einen Ratgeber, bei dem die Wertschätzung des einzelnen Menschen im Fokus liege, erklärt der Autor. Buchhandlungen und Verlag 
miteinander vereinen, Leser und Autoren in einen Dialog miteinander stellen war Hauptanliegen des Festivals.

Der Inszenierungscharakter 
der Lesungen vor dem Bühnenbild des Hessischen Landestheaters stellte hierbei die jeweiligen Autoren als greifbaren Menschen in den Fokus. Das Theater wurde zur Bühne der Schriftsteller und rückte diese vom Arbeitsort Schreibtisch ein großes Stück näher an den Leser heran.

von Friederike Hagel

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