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Leidenschaft für Landschaft

Ausstellung im Ubbelohde-Haus Leidenschaft für Landschaft

Große Entwurfszeichnungen, Märchenzeichnungen und kleinformatige Auftragswerke unterstreichen das künstlerische Interesse Otto Ubbelohdes an Landschaften.

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„Dekorative Landschaft“ heißt die große Entwurfszeichnung Ubbelohdes, die zum ersten Mal ausgestellt ist.

Quelle: Mareike Bader

Goßfelden. Passend zum diesjährigen Kreis-Motto zum Museumssonntag steht auch die Ausstellung im Goßfeldener Otto-Ubbelohde-Haus unter dem Motto „Himmel und Erde“. Mit dabei sind auch Tuschefederzeichnungen des Marburger Landschaftsmalers und Grafikers, die für die 1909 erschienene Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm entstanden und ihn weltweit bekannt machten.

Die fünf Vorzeichnungen zu „Sterntaler“, „Frau Holle“, „Jungfrau Maleen“, „Das singende springende Löweneckerchen“ und „Der Eisenhans“ beziehen sich direkt auf das Motto. Weitere Märchenzeichnungen sind in der Dauerausstellung im ersten Stock des Ateliers zu sehen.

„‚Himmel und Erde‘ trifft die Arbeit des Landschafters Otto Ubbelohde im Kern“, so der Vorsitzende der Otto-Ubbelohde-Stiftung, Ludwig Rinn, bei der Einführung. Besonders auffallend ist die große Entwurfszeichnung in einem 2,40 Meter breiten Kreissegment an der Stirnwand des Ausstellungsraumes. Es zeige Ubbelohdes unmittelbare Naturanschauung bei Buchenau, erklärte Rinn. Das geplante Gemälde dazu ist jedoch nicht mehr ausgeführt worden.

Ebenfalls ins Auge sticht an der Wand daneben Ubbelohdes „Dekorative Landschaft“ – eine Kompositlandschaft, bei der im Atelier einzelne Teilansichten in einem Bild zu einem gesteigerten Ausdruck zusammengefügt werden, wie Rinn ausführte. Die im Otto-Ubbelohde-Haus ausgestellte „Dekorative Landschaft“ wurde von Ubbelohde später in einem Brief als „Landschaft mit den Piepvögeln bezeichnet“.

Tatsächlich dominieren zwei große Bussarde die Kohle- und Kreidezeichnung. Aus diesem Entwurf entstanden um 1913 zwei Gemälde, die sich heute in Privatbesitz befinden. Die beiden großen Vorzeichnungen seien zum ersten Mal überhaupt ausgestellt, betonte Rinn bei der Ausstellungseröffnung.

  • Die Ausstellung ist im Otto-Ubbelohde-Haus noch bis zum 3. Januar 2016 zu sehen. Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus Ubbelohdes ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

von Mareike Bader

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