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Leben wie auf einer Achterbahnfahrt

George Michael ist tot Leben wie auf einer Achterbahnfahrt

David Bowie, Prince, Rick Parfitt und jetzt auch noch George Michael. Im zu Ende gehenden Jahr starben Giganten des Pop und Rock.

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Popstar George Michael verstarb im Alter von 53 Jahren im bri­tischen Goring-on-Thames.

Quelle: Archivfoto

London. George Michaels Leben war stets von Hochs und Tiefs geprägt. Selbst ganz zu Anfang seiner Karriere, als er in den 80er Jahren mit dem Popduo Wham! ebenso glatt und sauber wie seine Musik wirkte, rumorte es in ihm. Denn während er seine Rolle als Frauenschwarm nach außen perfekt spielte, haderte er damit, seine Homosexualität verstecken zu müssen.
Musikalische Erfolge auf der einen Seite, private Skandale und Gesundheitsprobleme auf der anderen – seine Fans waren häufig in großer Sorge um ihn.

Jetzt starb der Popsänger, dessen Hit „Last Christmas“ gerade in diesen Tagen wieder überall zu hören ist, im britischen Goring-on-Thames – genau am ersten Weihnachtstag. Er sei friedlich im Alter von 53 Jahren eingeschlafen, wie sein Publizist am Sonntag betonte. Die Todesursache war in der Nacht zum Montag noch unklar, sein Manager Michael Lippman sprach von Herzversagen. Eine Obduktion soll Klarheit schaffen. Hinweise auf ein Fremdverschulden fand die Polizei nicht.

Ein Leben in Extremen

Eine Lungenentzündung brachte den Superstar, der mit Songs wie „Faith“ und „Freedom“ weltweit berühmt wurde, bereits 2011 in Wien dem Tode
nahe. Wochen lag er auf der Intensivstation, Tage im Koma.

Eigentlich hatte er sich wieder erholt, seine Erfahrungen sogar im Song „White Light“ verarbeitet und war unter anderem bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London 2012 aufgetreten.

Doch dann wieder ein Schock: Der Sänger fiel aus einem fahrenden Auto auf die Autobahn. Augenzeugen berichteten, Michael habe während der Fahrt die Tür geöffnet. Was genau passiert war, wurde aber nie richtig geklärt. Er kam mit Kratzern und blauen Flecken davon. Viele fragten sich: Was ist bloß mit ihm los?

Michael erlebte viele persönliche Schicksalsschläge

Michael war schon mehrfach mit Drogen im Blut hinter dem Steuer unterwegs, musste deshalb seinen Führerschein abgeben, Sozialstunden ableisten und 2010 sogar acht Wochen ins Gefängnis. Er selbst bezeichnete die Strafe als gerecht. Vorübergehend schienen sich dann die Wogen zu glätten. In die Schlagzeilen geriet er vor allem durch seine Begegnung mit der Polizei in den USA im Jahr 1998. Er hatte sich einem Polizisten in Beverly Hills auf einer öffentlichen Toilette, die als Schwulentreff bekannt war, „unsittlich“ gezeigt.

Der Sänger hatte fast sein ganzes Leben in London verbracht. Als Sohn eines griechischen-zypriotischen Einwanderers und einer Engländerin wurde er in der britischen Hauptstadt auch geboren. Nach den großen Wham!-Erfolgen mit Schulfreund Andrew Ridgeley erlebte er in den 90er Jahren viele persönliche Schicksalsschläge – vor allem der Tod seiner Mutter und seines Lebensgefährten stürzten ihn in tiefe Krisen, wie er in einem Interview mit der Deutschen-Presse-Agentur erzählte: „So vielen Menschen, die ich liebte, passierten schreckliche Sachen. Es war fast bizarr.“

Trotz seiner Achterbahnfahrt im Leben war er einer der ganz Großen im Musikgeschäft. Als sie von seinem Tod erfuhren, würdigten ihn zahlreiche Künstler noch in der Nacht zum Montag in den sozialen Netzwerken. Elton John nannte ihn auf Instagram einen geliebten Freund und brillanten Künstler. Und Martin Fry von der Band ABC twitterte, er sei am Boden zerstört und einfach nur #traurig, #traurig, #traurig.

von Britta Gürke und Silvia Kusidlo

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