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Lange Ovationen für mitreißendes Konzert

Weltklasse in Marburg Lange Ovationen für mitreißendes Konzert

Weltklasse hatte das Konzert des Startrompeters Ludwig Güttler am Mittwochabend in der ausverkauften Elisabethkirche. Begleitet wurde der Meister-Trompeter von Friedrich Kircheis an der Orgel.

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Ein eingespieltes Paar: Startrompeter Ludwig Güttler und der Organist Friedrich Kircheis.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Hoch oben und unerreichbar stand Ludwig Güttler während des Konzerts an der Seite des Organisten. Dafür berührten seine Interpretationen barocker Musikliteratur die Menschen in der Kirche. Mit königlichen, klaren und schillernden Tönen zog Güttler das Publikum in seinen Bann.

Bevor Güttler sich die Ehre gab, eröffnete sein weniger bekannter, aber nicht weniger begabter Partner an der Orgel das Konzert mit dem Präludium und Fuge in E-Dur von Vincent Lübeck. Gemeinsam intonierten die Musiker dann die Suite in D-Dur von Georg Friedrich Händel. Dabei trat die Trompete geradezu in einen Dialog mit den Orgelklängen: Während Güttler der Trompete glockenreine Töne und meisterhafte Triller entlockte, antwortete Kircheis der Melodie. Dass beide Musiker seit Jahren aufeinander eingespielt sind, hörte man sofort.

Meisterhaft umzugehen wusste Güttler auch mit dem Corno da caccia – einer Art Jagdhorn. Mit diesem Instrument interpretierte er zwei Choralvorspiele von Bach-Schüler Johann Ludwig Krebs.
Die technische Qualität des Trompeters wurde vor allem bei der Interpretation von drei Chorälen aus den Sept Chorals von Jean Langlais deutlich. Beeindruckend war der plötzliche Wechsel zwischen mächtigen, lauten Tönen und sanftem, gefühlvollem Spiel, der in einem königlichen Finale endete.

Begeistert bedachte das Publikum die beiden Künstler mit stehenden minutenlangen Ovationen, die Güttler und Kircheis zu mehreren Zugaben bewegten.

von Patricia Kutsch

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