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Landkreis hat Otto-Ubbelohde-Preisträger gekürt

Zwei Künstler, ein Verein Landkreis hat Otto-Ubbelohde-Preisträger gekürt

Aus 59 Vorschlägen wählte eine Jury die Marburger Künstlerin Randi Grundke, den Kirchhainer Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann und das Naturkundehaus Lohra-Damm aus.

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Regelmäßig besuchen Kindergruppen und Erwachsene das Naturkundehaus in Damm, um sich über Tiere und Pflanzen der Region zu informieren. Der Kirchhainer Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann engagiert sich in der Vermittlung der Kunst. Die Marburger Künstlerin Randi Grundke ist auch als Dozentin etwa in der KunstWerkStatt tätig.

Quelle: Archivfotos

Marburg. Seit 1987 vergibt der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Otto-Ubbelohde-Preis für besonderes Engagement in den Bereichen Denkmalpflege, Heimatkunst, Heimatgeschichte, Pflege des heimischen Brauchtums und Beschäftigung mit dem Werk Otto Ubbelohdes. Bislang wurden 115 Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Gruppen und Initiativen ausgezeichnet. In diesem Jahr kommen drei weitere Preisträger hinzu: Die Marburger Künstlerin Randi Grundke aus Marburg, der Kirchhainer Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann sowie das Naturkundehaus in Lohra-Damm. Die mit jeweils 1000 Euro dotierten Preise wird Landrätin Kirsten Fründt Anfang Juli im kreiseigenen Schloss Biedenkopf überreichen.

Es sei sehr schwierig, aus den vielen guten Bewerbungen lediglich drei Preisträger zu ermitteln, teilte Fründt mit. Sie sei sehr angetan von dem vielfältigen Engagement im Kulturbereich im Landkreis.

Die Preisträger

Die Marburger Künstlerin Randi Grundke (links) arbeitet seit 1986 als freischaffende Künstlerin in Marburg und setzt sich künstlerisch intensiv mit der Stadt Marburg, der Geschichte der Stadt und den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm auseinander. Die in Bad Pyrmont geborene und im Emsland aufgewachsene Randi Grundke hat in Kassel an der Hochschule für bildende Kunst studiert. Sie ist als Dozentin für Kunst und Gestaltung unter anderem auch für die vhs der Stadt Marburg tätig und arbeitet in der KunstWerkStatt Marburg und bei dem Projekt Kunstkoffer Marburg mit. Außerdem ist sie an Schulkooperationen sowie an Aktionskunstprojekten im öffentlichen Raum beteiligt. So betreut sie bei dem Projekt „Kunstkoffer“ Kinder in den sozialen Brennpunkten gratis und bietet ihnen an, künstlerisch zu wirken.

Hans-Heinrich Thielemann (64) ist und war in vielen Vereinen ehrenamtlich engagiert und bemüht sich insbesondere um die Vermittlung von Kunst. „Der Preis kommt sehr überraschend für mich. Ich bin sehr dankbar darüber, es ist auch eine Anerkennung meiner Arbeit“, sagte der Bildhauer und Kunstvermittler.

Thielemann war einer der Ideengeber für die Entwicklung des Skulpturenpfades in Kirchhain. Von den derzeit 13 Skulpturen wurden zwei von ihm gestaltet. Im Rahmen seines Engagements für die Arbeiterwohlfahrt, aber auch in seinem privaten Bereich, setzt er sich für die Kunst und die Menschen in seiner Heimatstadt Kirchhain und in der Stadt Gladenbach ein. So fand die Aktion „Kunst im Park“ unter seiner Leitung bereits drei Mal in Gladenbach statt. Ziel dieses Projekts ist es, sowohl Menschen verschiedener Generationen als auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegezentrums der AWO Gladenbach mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Gladenbach durch künstlerisches Gestalten einander näherzubringen. Hans-Heinrich Thielemann engagiert sich außerdem im Verein „Arbeitskreis Dörfliche Kultur“, der sich um die Erhaltung der Dörfer bemüht.

"Große und wichtige Auszeichnung"

Das Naturkundehaus in Lohra-Damm steht unter der Leitung des Vereins für Vogel- und Naturschutz Lohra. Der Verein hat rund 110 Mitglieder, die ein altes Fachwerkhaus in Damm aufwändig sanierten und 1994 als Naturkundehaus einrichteten. „Der Ubbelohde-Preis ist für uns eine große und wichtige Auszeichnung“, erklärte der Vorsitzende Günter Krantz. Das Naturkundehaus dient als Informationszentrum über einheimische Tiere und Pflanzen. Ständige und wechselnde Ausstellungen werden ebenso angeboten wie sachkundige Führungen und Exkursionen: Vogelstimmenwanderungen, botanische und insektenkundliche Exkursionen, Pilzwanderungen, Waldspaziergänge und Spinneninformationen gehören zum Programm des Vereins, der alle zwei Jahre ein „Heidefest“ am Rande des Naturschutzgebietes „Nanzhäuser Heide“ veranstaltet. Im Dachboden wurden Nistgelegenheiten für Schleiereulen und Turmfalken eingerichtet.

Sehr viele Veröffentlichungen des Vereins setzten sich mit Flora und Fauna der Region auseinander. Sie richten sich sowohl an Laien aller Altersklassen als auch an „Profis“.

Seit 2013 unterhält der Verein eine Kindergruppe. Die „Naturkinder“ werden von zwei Pädagoginnen betreut, die ihnen die Natur nahebringen.

von Uwe Badouin

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