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Landkreis ehrt kulturelles Engagement

Otto-Ubbelohde-Preis Landkreis ehrt kulturelles Engagement

Zum 29. Mal vergibt der Landkreis Marburg-Biedenkopf in diesem Jahr den Otto-Ubbelohde-Preis. „Wir haben wieder drei sehr würdige Preisträger gefunden“, betont Landrätin Kirsten Fründt.

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Die Preisträger: Oben ist Künstlerin Inge Eismann-Nolte, in der Mitte der Maler Wolfgang Achenbach und unten eine Stadtführung der Gästeführer in Marburg zu sehen.

Quelle: Landkreis

Marburg. Der Otto-Ubbelohde-Preis hat sich seit 1987 als eine der wichtigsten Kulturauszeichnungen in der Region entwickelt. Dabei steht nicht die Dotierung in Höhe von 1000 Euro für jeden Preisträger im Vordergrund, sondern die Anerkennung langjähriger oft ehrenamtlicher Arbeit. Das Interesse an dem Preis ist ungebrochen.

Wie Landrätin Kirsten Fründt mitteilte, hat die Jury am 19. Mai insgesamt 54 Bewerbungen „mit immens vielen Unterlagen gesichtet“. Angesichts der großen Qualität vieler Bewerbungen sei es der Jury nicht leichtgefallen, die Preisträger zu küren. Die Preisträger seien am Donnerstag nach der Kreisausschusssitzung vom Kreisausschuss bestätigt worden.

In diesem Jahr bekommen die begehrte Auszeichnung die in Mardorf lebende und vielseitig kulturell aktive Inge Eismann-Nolte, der in Wallau lebende Künstler Wolfgang Achenbach und der Arbeitskreis der Marburger Gästeführerinnen und Gästeführer. Der Preis wird Mitte Juli feierlich im Schloss in Biedenkopf überreicht.

Die Preisträger

Inge Eismann-Nolte ist auf vielfältige Art und Weise aktiv. Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin, engagiert sich im Kulturspektakelverein Amöneburg, ist Mitglied in der Backhausgemeinschaft Mardorf, arbeitet im Arbeitskreis Dorfgeschichte Mardorf bei der Gestaltung der Sammelhefte mit sowie im Arbeitskreis Dorfentwicklung. Hervorzuheben ist laut Jury auch ihr Engagement in schulisch-künstlerischen Projekten an der Grundschule in Mardorf. Sie stelle uneigennützig ihre Talente der Gemeinschaft zur Verfügung und bereichere damit die kulturelle Szene der Region.

Wolfgang Achenbach wurde einmal bei einer Ausstellungseröffnung von jemandem als „Landschaftsjäger“ bezeichnet, als einer, der immer auf der Jagd nach schönen Landschaften sei. Er verehrt Monet und befasst sich seit vielen Jahren mit der Landschaftsmalerei, vor allem mit Motiven aus dem Landkreis. Seine impressionistischen Arbeiten zeigen mal mehr oder weniger abstrakte Landschaften, deren Motive oft einen ­hohen Wiedererkennungseffekt haben. Aber auch Gärten, Seen und Flüsse spielen eine große Rolle, genauso wie auch die Wälder zu allen Jahreszeiten. Achenbach sei ganz im Sinne von Otto Ubbelohde ein Maler, der seine Landschaftsmotive innerlich aufnehme und die Stimmungen auf die Leinwand übertragen könne, heißt es in der ­Jurybegründung.

Die in einem Arbeitskreis zusammengeschlossenen Marburger Gästeführerinnen und Gästeführer präsentieren dank professioneller Schulungen, sorgfältiger individueller Vorbereitung und einem regelmäßigen Austausch die Marburger Historie bei Stadtführungen äußerst anschaulich in der Praxis. Durch dieses Engagement erschienen – oftmals unbekannte – geschichtliche Orte im rechten Licht, blieben regionale Traditionen erhalten, erwachten historische Figuren zum Leben, so die Jury. Zudem werden Marburger Anek­doten weitererzählt. Nicht nur dank passender Kostüme bei einigen Führungen sei die Teilnahme an den Führungen für Gäste wie auch für Einheimische ein Erlebnis der besonderen Art. Auch ein Rundgang für mobil eingeschränkte Menschen wurde inzwischen ermöglicht.

Die Kreis hat mit den aktuellen Preisträgern bislang 121 Personen und Vereine ausgezeichnet. Die Jury beachtet dabei stets, einen Verein sowie je einen Preisträger aus dem Marburger Land und dem Hinterland zu ehren. Das ist ihr bislang immer gelungen.

von Uwe Badouin

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