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Landestheater 
will „Flagge“ zeigen

Diskussion über Umgang mit Terroranschlägen Landestheater 
will „Flagge“ zeigen

Inwiefern das Landestheater Marburg politische 
Ereignisse auf der Bühne verarbeiten solle, wurde gemeinsam in der Theaterkantine diskutiert.

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Regieassistent Philip Lüttgenau brachte sich mit mehreren Redebeiträgen in die Diskussionsrunde ein.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Matthias Faltz, Indendant des Landestheaters, fühlte sich nach den Terroranschlägen in Paris hilflos: „Können wir einfach so weiterspielen, wenn so etwas passiert? Können wir dem Publikum in solchen Zeiten Komödien servieren?“ Der Terror sei ja nun eben „sehr nahe“. Bei der vom Landestheater organisierten Diskussionsrunde „Einfach weiterspielen?“ stellte sich die Frage, wie das Theater auf die Anschläge reagieren könne.

Dramaturg Simon Meienreis bemerkte, dass täglich Terroranschläge geschähen, und das Theater daher auch keine Anstalten mache, „Flagge“ zu zeigen“. Dem pflichteten die meisten der 20 Diskussionsteilnehmer bei. Die Geister schieden sich an der Frage, ob man sich dem Thema Terrorismus auf der Bühne widmen solle. So kam der Vorschlag auf, mit speziell geschriebenen Stücken auf politische Ereignisse zu reagieren.

Regieassistent Philip Lüttgenau hielt dies aufgrund der notwendigen Probezeiten für utopisch: „Wir können nicht den ganzen Spielplan umwerfen, um der Tagespolitik hinterherzulaufen.“ Eher müsste man Stücke finden, die Themen wie Demokratie, Meinungsfreiheit und kapitalistische Ausbeutung thematisierten. Nach rund zweieinhalbstündiger Diskussion waren viele Fragen gestellt, aber wenig Antworten gefunden worden.

  • Am 12. Dezember soll der Diskurs weitergehen. Jeder Interessierte sei zur Diskussion eingeladen.
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