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Eine Liebe in bösen Zeiten

Landestheater: Kasimir und Karoline Eine Liebe in bösen Zeiten

Ödön von Horváths sozialkritisches Volksstück 
„Kasimir und Karoline“ hat am Samstag um 19.30 Uhr in der Black Box im Theater am Schwanhof Premiere.

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Kasimir (Camil Morariu) und Karoline (Victoria Schmidt, Zweite von rechts) lieben sich eigentlich. Aber die Zeiten sind schlecht.

Quelle: Hessisches Landestheater

Marburg. 17 Rollen „plus Abnormitäten und Oktoberfestbesucher“ hatte Ödön von Horváth für sein sozialkritisches Volksstück „Kasimir und Karoline“ vorgesehen – darunter eine dicke Dame, einen Mann mit Bulldoggenkopf und dem Merkl Franz seine Erna. Ganz so viele werden es in der Inszenierung von Annette Müller nicht, dennoch ist es mit sieben Darstellern eine vergleichsweise große Produktion des Hessischen Landestheaters für seine kleinste Bühne.

Geschrieben hat Ödön von Horváth seine Ballade vom armen Chauffeur Kasimir und seiner Braut Karoline vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 1929. Drei Jahre später fand die Uraufführung statt, nur ein Jahr verbannten die Nazis Horváths Stücke von allen deutschen Bühnen.

Soviel zur politischen Brisanz, die Regisseurin Annette Müller auch für „unsere Zeit“ ausloten will, denn „unsere Zeit“ ist die Zeit, die Horváth in seiner­ ­Regieanweisung vorgegeben hat. Und hat sich so viel verändert? Wie geht das zusammen: Privates Glück und wirtschaftliche Abhängigkeit? Die Suche nach Liebe und die komplizierte, globalisierte, medialisierte Welt?

Und: Wer zeichnet heutzutage die einfachen Weltbilder? Diese Fragen hat sich Regisseurin Müller in ihrer Inszenierung gestellt, die in der Sparte Junges Theater auch Jugendliche ab 14 Jahren ansprechen soll.

Es spielen Lene Dax, Maximilian Heckmann, Insa Jebens, Michael Köckritz, Camil Morariu, Victoria Schmidt und Karlheinz Schmitt.

  • Für die Premiere gibt es noch Karten. Weitere Vorstellungen sind am 7. und 23. März um 19.30 Uhr.

von Uwe Badouin

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