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Landestheater holt antike Tragödie "Elektra" in Gegenwart

Premiere Landestheater holt antike Tragödie "Elektra" in Gegenwart

Das Hessische Landestheater Marburg setzt seinen Premierenreigen zum Spielzeitstart fort. Am Samstag ist der antike Mythos Elektra zu sehen - aber in einer sehr gegenwärtigen Fassung.

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Moritz Pliquet und Stefan A. Piskorz in einer Szene aus „Elektra. Eine Überschreibung“. Es geht um Familienehre, Rache und die Rolle der Mutter.Foto: Arne Landwehr

Marburg. Die alten Griechen bevorzugten auf der Bühne eindeutig Tragödien. Medea, Antigone, Oedipus - stets wird gestorben. Das Schicksal oder andere Mächte lassen anderes kaum zu. Das gilt auch für eine weitere große Figur der griechischen Mythologie: „Elektra“, die Tochter Agamemnons, des Königs von Mykene. Aristoteles hat den Stoff verarbeitet und auch Euripides. Dessen Fassung aus dem Jahr 413 vor Christus hat Regisseur Christian Fries als Vorlage genommen und in seiner Inszenierung am Hessischen Landestheater in die Gegenwart übertragen.

In der Antike will Elektra Rache für ihren Vater Agamemnon, der von ihrer Mutter Klytaimnestra und deren zweiten Gemahl Aigisthos nach der Rückkehr aus dem trojanischen Krieg ermordet wird. Sie stiftet ihren Bruder Orest an, Rache zu nehmen, die Familienehre wieder herzustellen.

Christian Fries hat im vergangenen Jahr in Marburg Fassbinders „Warum läuft Herr R. Amok?“ auf die Bühne gebracht. Auch Ausstatter Daniel Angermayr hat bereits in Marburg gearbeitet. Er zeichnete für die Uraufführung „Geburtlichkeit und Sein zum Tode“ verantwortlich.

Auf der Bühne sind die Schauspielerinnen Annette Müller, Leoni Ruhland und Oda Zuschneid sowie die Darsteller Stefan A. Piskorz und Moritz Pliquet zu sehen. Sie alle sind in dem Regiekonzept nicht festen Rollen zugeordnet.

„Elektra. Eine Überschreibung“ hat am Samstag, 13. September, um 19.30 Uhr in der Black Box im Theater am Schwanhof Premiere. Weitere Vorstellungen sind am 16., 19. und 25. September sowie am 12. und 14. Oktober.

von Uwe Badouin

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